Tag 1, Montag, 4.8., Karlsruhe – Liechtenstein – Bellinzona (CH)

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Tag 1, Karlsruhe – Bellinzona via Liechtenstein; ~500km, 6 Autos, ~7h warten

T01 KA-Bellinzona_50kmNun gut, mir ist es unmöglich auf Reisen zu gehen, ohne meine Haribo. Und ich hatte vergessen, sie am Samstag zu kaufen. Deshalb musste ich am Montagmorgen nicht hetzen, da der Supermarkt ja eh erst um 8 Uhr aufmacht.

Voll ausgerüstet konnte es also losgehen. Ich lief zu meiner Standard-Trampstelle. Allerdings schien niemand Richtung Stuttgart zu fahren, was mich stutzig machte, da sonst die meisten Autos da lang fahren.

Wie auch immer, nach 2,5h langen Stunden konnte ich dann ein paar Kilometer bis zur nächsten Raststätte zurücklegen; sie war 30km weg. Dort hielten überwiegend Holländer mit ihren Wohnwägen, die kaum Platz hatten. Es dauerte aber nicht lange und dann nahm mich ein Belgischer Schlagzeuger mit. sein Ziel war eigentlich gar nicht weit von Liechtenstein entfernt, sodass ich bis Österreich mitfahren konnte.

Doch dort, wo ich mich ausstieg, war es eigentlich nicht so gut zum Weiterkommen. Es gab keine Autobahnauffahrt für meine Richtung. Zum Glück war scheinbar in der Nähe gerade eine Messe, sodass wenigstens viele Autos in Richtung Autobahn fuhren und dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass jemand in meine Richtung fuhr auch stieg.

Bald wurde ich dann auch zu einer Tankstelle in der Schweiz mitgenommen, wo mich der erste Typ, den ich ansprach mitnahm. Ich wollte einfach nur über die Grenze und Liechtensteiner Boden unter den Füßen haben, ein Beweisfoto schießen (lassen) und dann weiterfahren. Als ich das dem Fahrer sagte, machte er den kurzen Umweg in das berühmte Liechtenstein.

Mit drei Holländischen Arbeitern kam ich dann nach Chur. Es war mittlerweile schon Abend und es begann zu regnen. Als der Regen stärker wurde, hielt dann ein Alfa Romeo. Die erste Frage des Fahrers war nicht, wo ich denn hin wolle oder ob ich ein Mörder sein. Nein, er wollte wissen, ob ich Hundekot an den Schuhen hätte. Ich wusste erstmal nicht, was ich antworten sollte – mit dieser Frage habe ich wirklich nicht gerechnet. Aber eigentlich war die Frage schon ganz vernünftig.

Dennoch glaube ich, dass jeder Tramper darauf achtet, keine stickenden Substanzen an seinen Schuhsohlen kleben zu haben bzw. diese sofort entfernen würde. Es war eine lustige Fahrt mit dem Schweizer Paar und sie ließen mich an einer großen Raststätte bei Bellinzona raus. Allerdings war es schon fast 23Uhr und ich versuchte nur noch halbherzig, weiter zu kommen.

Letztes Jahr war ich immer hochmotiviert so schnell wie möglich die nächste Fahrt zu erhaschen, sobald ich irgendwo abgesetzt wurde. Aber mit der mir nun eigenen Weisheit und Tramp-Erfahrung, war ich deutlich entspannter. Außerdem war ich ja sowieso zigeunermäßig unterwegs: Ich hätte einfach überall mein Zelt aufschlagen können. Ich musste mir um nix Sorgen machen und konnte eigentlich schlafen, wo ich wollte; natürlich nachdem ich mich vergewissert hatte, dass der Platz einigermaßen blickgeschützt wäre. 

Ein Fluss schlängelte sich in der Nähe der Raststätte entlang und sein Ufer war gesäumt von großen Steinplatten. Auf diesen konnte ich perfekt liegen und breitete meine Matratze und den Schlafsack aus. Es regnete nicht und war warm, sodass ich auf das Zeltaufbauen verzichten konnte.

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Day 1, Monday, 4.8., Karlsruhe – Liechtenstein – Bellinzona (CH)

To the photos

Day 1, Karlsruhe – Bellinzona via Liechtenstein; ~500km, 6 cars, ~7h waiting

T01 KA-Bellinzona_50kmAlright, it’s impossible to start a journey without Haribo. And I forgot to by them the Saturday before I departed. That’s why I didn’t need to hurry but had to wait for the supermarket to open at 8 am.

Fully equipped now, I walked to my hitchhiking spot. But it seemed nobody was going in direction to Stuttgart, which is very strange, because usually most cars are going to Stuttgart.

However after 2,5h I was picked up and brought to the next service area, being 30 kilometres away. There mostly Dutch people with their mobile homes and full cars were interrupting their driving, but after some time I got a lift from a Belgian drummer. He was actually even going to a place in Austria not very far from Liechtenstein, my first destination.

Though the place I chose to be left was quite bad; without access to the highway. Luckily there seemed to be a convention nearby, so many cars were going in the direction to the highway.

So I got a ride to a gas station in Switzerland where I could go with the first guy I asked. I only wanted to cross the border to Liechtenstein to take a photo that I’ve been in this huge and country that is famous for…..whatever then to continue. When he got this, he made a little detour for me.

With some Dutch workers I got to Chur. There it started raining, but still an Alfa stopped. The driver’s first question was not where I was going or if I was a murderer. No instead he asked, whether I had dog shit under my shoes. I was perplexed since I didn’t expect such a first question. But to be honest, it’s quite reasonable.

Though I’m sure every hitchhiker who notices having shit under the shoes would remove it immediately. Still it was a funny drive with this Swiss couple. They left me at a large service area near Bellinzona, but I only tried half-hearted to continue.

Last year I usually was always highly motivated to get further as soon as I arrived somewhere. But with the wisdom and experience of age, I got more relaxed. And I mean I was travelling gipsy style anyway – meaning with a tent, mattress and sleeping bag I needn’t care at all about anything. I could sleep where I wanted, just making sure not to bother anyone to call the police.

A river was nearby the service area and its bank was made of large stones, where I could perfectly lay down in my sleeping bag. It didn’t rain and was warm, so I didn’t pitch up my tent.

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