Tag 31-33, Granada (ES) – Breda (NL) – Verrücktes 2300km Trampen

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Tag 31-33, Komplett verrückt: Granada – Breda I; 2320km, 13 Autos, 53h

T31_1 Granada-BredaLass den Spaß beginnen. Um 7Uhr aufgestanden, mit dem Trampen um 9.30 begonnen. Ich wartete vielleicht 90 Minuten, bis ich einen LKW-Fahrer fand, der mit ca. 100km bis nach Braza nahm. Dort sprach ich einen Marokkaner an, der nach Straßburg fuhr und machte mir schon Hoffnung. ABER ich hatte natürlich vergessen, dass die Marokkaner jeden möglichen Platz belegt hatten und daher war auch keine Sitz mehr für mich frei…quel dommage.

Aber ich musste nicht lange warten, da fand ich zwei Spanier, die mich weitere 240km bis zu einer Raststätte bei Elx (Elche) brachten. Dort sah ich einen LKW mit Niederländischem Nummernschild. Ich dachte, ich hätte im Tramper-Lotto gewonnen. Vorher musste ich aber noch den LKW-Fahrer Jeffrey ein bisschen bequatschen, damit er die Angst gegenüber Trampern ablegt. Er würde direkt über Breda fahren – wie viel Glück kann man haben??? Aber das Glück wehrte nicht lange. Es schwand je näher wir Valencia kamen. Jeffrey musste noch den LKW beladen. Erst wurde ihm mitgeteilt, das solle in Barcelona geschehen, was auf dem Weg nach Holland war und damit kein Problem. Dann war es Valencia am nächsten Morgen, was schlecht war. Dann war es wieder Barcelona, juhu. Aber schlussendlich wurde Zaragoza festgelegt und das ganze sollte erst am nächsten Morgen geschehen; verdammt ich hasse Zaragoza. Natürlich begleitete ich Jeffrey nicht, da ich keine Zeit verplempern wollte sondern in zwei Tagen in Breda sein. Leider war meine “Unglücksserie” damit noch nicht beendet.

An der Tankstelle, wo ich ausstieg und einen Fahrer fragte, ob er zu dem Ort, den ich auf der Karte zeigte, fuhr, bejahte er. Soweit, so gut. Leider musste ich feststellen, dass er komplett woanders hinfuhr – ich fand mich dann schon im Speckgürtel von Valencia wieder, wo niemand anhielt, der Richtung Norden bzw. Barcelona fahren würde. Obwohl der Tankwart mir versicherte, dass noch nie ein Tramper die Nacht dort verbracht hatte, wollte ich wieder in die Gegenrichtung fahren. Doch im letzten Moment wurde ich zurückgerufen und fuhr mit jemandem mit, der scheinbar an einem besseren Platz nach Barcelona vorbeikam.

T31_2 Granada-BredaAber meiner Meinung nach war die Tankstelle auch nicht nützlicher bzw. besser gelegen. Ich suchte im Internet nach Trampstellen in der gröberen Umgebung von Valencia und stieß auf Sargunt im Norden von Valencia. Den ersten Fahrer, den ich ansprach, war eine nette Fahrerin, die noch nie einen Tramper mitgenommen hatte. Sie fuhr mich zum Bahnhof. Ich musste rennen, damit ich den in fünf Minuten fahrenden Zug (nur 3,25EUR) noch bekommen konnte. Von Sargunt lief ich noch bestimmt 80 Minuten bis ich endlich an der Raststätte ankam. Es war bereits 23Uhr. Dort fand ich einen Rumänischen LKW-Fahrer, der nach Barcelona fuhr und mich 325km mitnehmen würde. Endlich hatte ich mal wieder Glück. Er war aber die ganze Zeit am telefonieren, so dass ich nicht wirklich dösen konnte.

Wir kamen 4.30Uhr an. Die Raststätte lag noch sehr verschlafen da. Kein Auto oder LKW war unterwegs. Also aß ich ein bisschen Brot mit Nutella und gegen 6.30Uhr hielt ein Deutsches Ehepaar, um zu tanken. Entgegen meiner Vermutung hatten sie keinerlei Probleme mich mitzunehmen. Sie waren nach Deutschland unterwegs und fuhren über Lyon. Genau, wie ich das auch vorhatte. Da war das Glück nun endlich wieder! Ich wurde 600km mitgenommen und der Mann fuhr wirklich nicht langsam. Dank den beiden kam ich “pünktlich” in Breda an, würde ich sagen.

Aber auf den nächsten Etappen büßte ich den Zeitvorsprung wieder ein. Vor Mittag trafen wir an einer Raststätte vor Lyon ein. Erst sechs Stunden später, gegen 18Uhr, konnte ich weiter. Ich war einfach faul. Ich wollte nicht wie in Malaga auf dem Weg nach Granada ununterbrochen herumrennen und Leute fragen. Um 18Uhr wurde ich dann von einem, der nach Paris fuhr, ca. 150km in die Nähe von Dijon mitgenommen. Nach einer Stunde Herumsuchen nahm mich ein Tschechischer LKW-Fahrer weitere 150km bei Langres mit. Er machte für sogar von seiner extra Fahrzeit Gebrauch. Dort verbrachte ich dann gezwungenermaßen die Nacht. Aber nicht mit Schlafen. Keiner schien in meine Richtung zu fahren (wollen). Ok, ein Vater mit kleinem Kind schon, aber er (nicht der Sohn) hatte nicht die Eier, mich ein bisschen mitzunehmen. Eeeegal, das Baby war ein akzeptabler Grund…..obwohl mich auch schon junge Mütter mit Kindern mitgenommen haben…

Wie auch immer, nach der zweiten schlaflosen Nacht nahm mich ein Belgischer LKW-Fahrer die letzten Kilometer in Frankreich mit sowie durch Luxemburg bis an die Grenze zu Brüssel. Dort dauerte es mindestens zwei Stunden, bis ein Fahrer, den ich vorher schon gefragt hatte, sich in mein Gespräch mit einem britischen Biker einmischte und sagte, er würde mich doch mitnehmen. Er fuhr an Breda vorbei.

Dort war ich nun endlich…nur 5km vom Zentrum entfernt und ich war selbstverständlich k.o. sodass ich keine Lust hatte diese zu laufen. Nach 10 Minuten trat ich dann die letzte Fahrt an und war am Bahnhof von Breda um 14.30Uhr.

Zusammenfassung: Ich fuhr über 2300km per Anhalter in 53 Stunden, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 43,4km/h entspricht – ziemlich schlecht. Ich habe kaum die Augen zugetan und obwohl ich manchmal versuchte, mit einem Schild weiterzukommen, sind alle (bis auf den letzten, aber der war nur mit dem Daumen) Fahrten durch direktes Ansprechen zu Stande gekommen.

Aber was wollte ich eigentlich in Breda? Nun, der Grund ist einfach: der Internationale Rothaarigen-Tag. Ich hatte schon vorher davon gehört, aber ein Kumpel von mir war 2012 dort und überzeugte mich, dieses Jahr mitzukommen. Da ich rotes Haar habe und das Datum gut in meinen Reiseplan integrierbar war, verabredeten wir das. Ich wäre wirklich traurig gewesen, wenn ich es nicht rechtzeitig geschafft hätte.

Aber alles lief ja – mehr oder weniger gut. Um 16Uhr kam dann auch mein Kumpel mit dem Zug an. Dann trafen wir unsere Couchsurfing Gastgeber, aßen etwas und gingen aus. Aber um Mitternacht war ich dann ziemlich müde. Ich hatte immerhin 65 Stunden nicht geschlafen – der “Rekord” von 2012, als ich von Egorievsk (bei Moskau) nach St. Petersburg trampte und dann mit der Bahn nach Petrosavodsk fuhr, war um eine Stunde überboten worden.

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Tag 4-5, Perpignan – Andorra

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Tag 4, Perpignan – Andorra; ~170km, 4 Autos, ~3.5h Wartezeit

T04 Perpignan-AndorraMit meinem “Andorra”-Schild stand ich für ungefähr drei Stunden an der Ausfahrt der Aire. Vorher musste ich aber meinen Rucksack noch komplett auspacken und reinigen. Scheinbar hatte ich es am Vorabend nicht gründlich genug getan, sodass ich jetzt die ganzen Tierchen rausschütteln durfte.

Jedenfalls waren die Blicke vieler Autofahrer, die mein Schild lasen, nicht gerade aufschlussreich und vermittelten mir den Eindruck, als ob sie noch nie von Andorra gehört hatten und wussten wo oder sogar was das sein sollte. Selbst ein anderer Tramper, der aus Köln kam, wusste nicht, was Andorra ist….in diesem Moment war ich wirklich schockiert….. Natürlich ist Andorra ein kleines Land, aber soviele Länder in Europa gibt es ja nicht. Außerdem haben Sie den Euro. Ich kann nicht verstehen, wie jemand (Europäer) Andorra nicht kennen können. Alle Hauptstädte, na meinetwegen. Oder aber ich bin einfach nur ein Freak und es ist normal, Montenegro, Andorra oder Moldau aka. Moldawien nicht zu kennen.

Auf jeden Fall änderte ich meine Taktik und machte ein neues Schild mit “Perpignan”. Von da an ging alles ganz schnell. Das erste Auto hielt an und brachte mich zur Ausfahrt Perpignan-Nord. Dort konnte ich noch nicht einmal meinen Rucksack absetzen, da wurde ich schon von zwei älteren Damen gefragt, wo ich denn hinwolle. Lucy und Luciette fuhren mit weiter Richtung Andorra und luden mich auch zu einem kleinen Imbiss ein.

Wo sie mich dann absetzten, wartete ich für 15 Minuten, bis ich durch die Pyrenäen 50km an Andorra herangekommen. Auf dem Weg zur Grenze wurden wir von der Polizei angehalten. Zu meiner und der Fahrers Verwunderung antwortete die Polizistin recht flapsig auf meine Aussage, dass ich nach Andorra unterwegs war. Sie sagte, “Ah, c’est moche.” was frei übersetzt soviel heißt wie “Ah, das ist doch bescheuert”. Der Fahrer sagte, seit der Linken in Frankreich an der Macht seien, träten die Polizisten lockerer auf.

Dann wurde ich von einer Katalanin und ihrer Tochter mitgenommen, die über die Spanische Exklave Llivia nach Andorra fuhren. Die Mutter empfahl mir zum Wandern die Region um das “Val d’Inclues” und ließ mich an dem dortigen Parkplatz raus.

Von dort schleppte ich meinen Rucksack 40 Minuten zur “Cabana de Sicaro” hoch – einer einfachen Berghütte mich zwei Räumen. Einem mit integrierter Feuerstelle und einem dreistöckigen Bett und der andere Raum hatte Platz für 16 Leute, aber keine Feuerstelle. Es gab keine Toilette, aber Fließendwasser direkt aus den Bergen an einer Seite der Hütte.

Es waren schon eine Holländische Familie und drei Leute aus Valencia (Susanna, Luis und Paco) in der Hütte. Weil letztgenannte sich schon im Feuerraum breit gemacht hatten, legte ich meine Sachen in dem anderen Raum, wo die Familie war, ab, verbrachte aber den Abend mit den Spaniern. Die empfahlen mir, am nächsten Tag zur anderen Hütte, der “Refugio Jucaro” zu wandern.

Mit Andorra war ich jetzt in allen Zwergstaaten Europas: Vatikan, San Marino, Liechtenstein, Monaco und Andorra.

Tag 5, Andorra

Am Morgen begann ich zur Refugio Jucaro  zu klettern und hate auch vor, den namensgleichen Gipfel zu erklimmen. Leider konnte ich den Pfad nicht finden, obwohl er auf der Karte verzeichnet war und so wählte ich einfach einen der Gipfel und fing an querfeldein und -auf zu kraxeln. Aber da der Untergrund selbst mit meinen guten Wanderstiefeln schwierig war, gab ich auf. Es war einfach zu steil und zu wenig Spalten und Ritzen, um sich Halt zu verschaffen. Und es wäre ja nicht so, dass ich gewisse Risiken nicht eingehen würde. Aber das war einfach zu gefährlich. So kletterte ich wieder herunter und genoss ein Omelett in der Refugio.

Zurück in der Cabana di Sicaro nutzte ich den Sonnenschein und setzte mich erst mit Harry Potter raus auf einen Felsen und lernte dann ein paar Spanische Sätze. Abends ging ich dann in einen eiskalten Bergsee baden, bzw. wohl eher kurz plantschen, genau bevor der Regen anfing. Im folgenden Gewitter kamen auch die drei Spanier zurück.

Sie brachten auch etwas Holz, um ein Feuer im Raum zu entfachen, mit. Das Problem war nur, dass das Holz durch den Regen nass geworden war. Von daher loderte kein gemütlichen Feuer, sonder dicker Qual hüllte den gesamten Raum ein. Wir mussten uns also entscheiden nach draußen zu gehen, frische Luft zu schnappen, aber nass zu werden und vom Blitz getroffen zu werden oder drinnen zu bleiben und an Rauchgasvergiftung zu sterben. Letzten Endes standen wir alle im Türrahmen und schauten und das Gewitter an. In den Bergen ist das wirklich ein einzigartiges Ereignis.

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Tag 2-3, Bellinzona – Monaco – Perpignan

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Tag 2, Bellinzona-Monaco-Dorf bei Monaco; ~420km, 6 Autos, 3h Wartezeit

T02 Bellinzona-MonacoUm 7Uhr kam die Sonne durch die Berge geschien und weckte mich. Nach einem typischen Tramperfrühstück (Brot mit Nutella und Apfel/Banane und Wasser) ging ich mit einem “Genova” (Genua)-Schild an das Ende der Raststätte. Ein älteres Deutsches Pärchen, das mich am Vorabend schon gesehen hatte, nahm mich den ganzen Weg in die Stadt, weil sie mit der Fähre nach Korsika wollten.

In Genua lief ich ein kleines Stückchen, um zu einer Autobahnauffahrt zu kommen. Dort war schon ein Typ, der mir auch gleich mitteilen musste, dass der Platz schlecht wäre. Er (der Typ) hatte ein großes Schild mit mehreren Zeilen Text. Als er den Platz freigab, probierte ich es und nach wenigen Minuten hielt ein junges Italienisches Pärchen, das in meine Richtung fuhrt. Einige hundert Meter weiter nahmen sie dann auch den anderen Typen mit. Es stellte sich heraus, dass es ein Erasmus-Student war, der super nervig war. Er war anscheinend das erste Mal in seinem Leben per Anhalter unterwegs und konnte mit seinen super-duper Erfahrungen einfach nicht hinter’m Baum halten – er war einfach nicht still.

An der Tankstelle, wo wir rausgelassen wurden, fand er eher als ich eine Mitfahrgelegenheit, weil er weiter Richtung Barcelona wollte, während ich den Umweg über Monaco machen wollte. Die Tankstelle war nicht gerade gut besucht. Ein kleines Auto stand dort, das komplett voll war. Wirklich voll. Nicht “Ich-will-keinen-mitnehmen” voll. Ich fragte den Besitzer, ein junger Italiener, Pietro, und erwartete nicht wirklich, dass er mich mitnehmen würde, was ich durchaus verstanden hätte. Aber zu meiner Überraschung schaffte er es irgendwie noch Platz für mich und meinen Rucksack zu schaffen. Er hatte sogar vor, mich bis nach Monaco zu fahren, hatte aber am Ende dann keine Zeit mehr dafür.

Deshalb musste ich leider, leider in den Porsche Cayenne von einer Russin einsteigen, die für mich anhielt, sowas dummer aber auch….

Sie schien dieses Klischée-Leben einer Monegassischen Frau zu leben: Zusammen mit ihrem reichen Ehemann, die beiden Kinder in ihrer großen Villa betreuen, nicht arbeitend. Sie sagte, Monaco wäre ein sehr schöner Ort zu wohnen, aber soooo teuer. Nunja, wer hätte gedacht, dass Leben in Monaco teuer ist??? Trotzdem war es lustig, von ihr mitgenommen worden zu sein.

Ich lief dann durch Monaco zur Französischen Grenze. Vorbei an Ferraris, Maseratis, Lamborghinis, Bentleys, Läden wie Svarovski, blablabla [irgendwas super exklusives einfügen]. Einige Leute schauten mich schon komisch an, wenn ich  vorbeilief – komplett in meinen Outdoor-/Anhalter-Klamotten und dem Rucksack…..ich gehörte dort wirklich nicht hin.

Hinter der Grenze wurde ich von einem Priester mitgenommen, der Essensspenden einsammelte, um sie dann zwei Tage später zentral in Nizza an Bedürftige zu verteilen. An der Tankstelle in der Stadt, wo er mich rausließ, wartet ich lange, bis jemand anhielt. Der Tankwart war selbst schon per Anhalter unterwegs gewesen, konnte aber meine Hoffnung, an dem Abend noch weiterzukommen, nicht gerade steigern. Dennoch hielt dann ein Auto, weil, wie sich herausstellte, ich die Heimatstadt des Fahrers (Nîmes) auf mein Schild geschrieben hatte. Er sagte, er würde mich zur nächsten Zollstation (péage) bringen. Auf dem Weg dorthin schlug Didier dann vor, ich könne auch bei ihm übernachten und zu Abend essen. Weil es schon 23 Uhr war und dementsprechend duster, war ich einverstanden. Sein Haus war in einem kleinen Dorf von dem aus man einen wunderbaren Blick über das Mittelmeer und Monaco hatte.

Tag 3, Dorf bei Monaco – Perpignan; ~470 km, 5 Autos, >7h Wartezeit

T03 Monaco-PerpignanNach dem Frühstück setzte mich Didier an der Mautstation vor Nizza ab. Diese Erfahrung hätte mich eigentlich lehren sollen, mich nie wieder an Mautstationen absetzen zu lassen: Ich musste ca. 5h warten, da die Autos einfach vorbeifuhren. Als dann mal ein Fahrer auf dem kleinen Parkplatz neben der Fahrbahn anhielt, beeilte ich mich, mit ihm zu sprechen, bevor er weiterfuhr. Er nahm mich dann zum nächsten Rastplatz (aire) mit, der bei Cannes war. Er war nur 10km entfernt, aber um Welten besser, als diese Mautstelle.

Ein LKW-Fahrer nahm mich dann ca. 100km weiter mit und von dort konnte ich mit den Holland-Spanier Joris bis kurz vor Perpignan mitfahren. Er kam gerade aus Nizza, wo er eine Woche im Haus eines superreichen Freundes verbracht hatte. Nun war er auf dem Weg zu seiner Familie, in einem kleinen Dorf bei Barcelona. Es war nett, sich mit ihm zu unterhalten, aber vom Rastplatz, wo er mich absetzte, kam ich diese Nacht nicht mehr weiter.

Um es schlimmer zu machen, wobei mir der Fakt, dass ich nicht weiterkam nicht sonderlich störte, suppte eine Melone meinen Rucksack und die darin befindlichen Sachen voll. Hinzu kam, dass die Melone noch nicht einmal mehr essbar war…

Um 1Uhr morgens legte ich dann meinen Schlafsack auf einen weichen Teppich aus trockenen Tannennadeln, hoffend, dass sich nicht Feuer finden, und schlief zur Freude einiger Insekten bald ein.

Auf Französischen Autobahnen gibt es elektronische Anzeigen, die Fahrern betreffender Autos in Echtzeit Geschwindigkeitsüberschreitungen (Kennzeichen + “trop vite”) mit Kennzeichen mitteilen.

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Tag 2


Tag 3


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Day 31-33, Granada (ES) – Breda (NL) – Insane 2300km hitchhiking

Read it, don’t jump to the pics right away

Day 31-33, Insanity: Granada – Breda I; 2320km, 13 cars, 53h

T31_1 Granada-BredaLet the fun begin. Get up at 7am, starting hitchhiking at 9.30am. I waited maybe 90minutes till I found a truck driver who took me about 100km to Braza. There I found a Moroccan, who was going to Strasbourg and was already happy. BUT I forgot that the Moroccans have every possible space covered, so of course all three passenger seats were already reserved…quel dommage.

But soon I found two Spanish guys who took me another 240km to a service area near Elx (Elche). At this service area I thought to won the jackpot. There was a truck with a Dutch number plat. I had to convince the driver, Jeffrey, to lie down the fear of taking hitchhikers – or at least me as a hitchhiker. He was going directly to Breda. How lucky can you get? But my luck didn’t last long. It disappeared the sooner we came to Valencia. Jeffrey had to load his truck. At first the spot was Barcelona, which was not a problem at all. Then Valencia, and staying overnight there, which was bad. Then Barcelona again, yeah. But then it finally changed to Zaragoza and one day stop there. How I hate that place. Of course I couldn’t join Jeffrey now, because I had to be in Breda on day 33. But my unlucky “streak” continued.

At the gas station where I got out I asked a driver, if he was going to a specific place, I showed him on the map. He agreed. Fine. But I had to realize, that he was going somewhere totally different and when I realized, I was already nearly in Valencia at a gas station where nobody would stop to continue north to Barcelona. Though the stuff said, there has never been a hitchhiker at their place, who had to stay overnight. And just when I wanted to cross the highway to hitchhike back, they found someone who was going to a better spot.

T31_2 Granada-BredaIn my opinion that gas station was not a better spot. I checked the internet for hitchhiking spots and found Sargunt, north of Valencia, a train was going there. The first driver I asked, it was a sweet girl who has never taken a hitchhiker before, drove me to the station. I had to run, because the train (only 3,25EUR) was leaving 5 minutes after we arrived. From Sargunt train station I had to walk another maybe 80 minutes until I arrived at the service area. It was already about 11pm. There I found a Romanian truck driver who went to Barcelona and agreed to take me the 325km. Finally I got some luck. He was on the phone all the time, so I hardly found some sleep.

At 4.30am we arrived there. The service area was sleepy. No cars or trucks were going at this time. So I ate some bread with Nutella and at maybe 6.30am I found an old German couple who, against my prediction, hadn’t have a problem to take me. They were going to Germany via Lyon so the way I wanted to go. There was the hitchhiking luck again! 600km and the man didn’t drive slowly. They played a big part in arriving in time in Breda, thanks for that!

But to be honest the next stages that followed I lost the time I had “saved”. We arrived at an aire before Lyon at noon. Not until six hours later, at 6pm, I could continue. The reason was pure laziness. I just couldn’t run around asking people like in Malaga on my way to Granada. However at 6pm a guy going to Paris took me 150km further near Dijon. After one hour of searching a Czech truck driver, who was even taking some extra driving time for me, drove me another 150km near Langres. There I spent the night. But not sleeping. Nobody drove in my direction. Well a father with a baby son did, but he (not the son) didn’t have the balls to give me a lift. But ok, a little child is a fair reason….though even young mothers with children had already given me lifts.

Anyway after the second night with no sleep and a Dutch driver who said his boss wouldn’t allow hitchhiker, a Belgian truck driver drove me the last kilometres in France and through Luxembourg near Brussels. There it took me at least two hours to find a ride. Just we I started to talk with a British biker and man whom I asked before came back to me and said I could come with him. He was passing Breda.

So I was finally there….only 5km left to the centre and I was exhausted and lazy so I figuratively thumbed a ride for the last time, which I got after 10min. I arrived at Breda station at 2.30pm.

Summary: I hitchhiked more than 2300km in 53h which is an average speed of 43,4km/h – pretty bad. I barely slept, only for minutes and although I sometime tried with a sign, I always got my rides (besides the last one) after talking to people.

But why did I even want to go to Breda? Well the reason is as simple as this: International Redhair Day. I had heard of it before and a friend of mine has been there in 2012 and convinced me to join him this year. Since my hair colour and the date fits well into my journey schedule I agreed. I would have been really sad, if I had managed hitchhiking there in time.

But everything went…more or less smooth. At 4pm I met my friend who was arriving by train. Then we met our Couchsurfing hosts, ate something and went out. But at midnight, I got really tired after 65 hours of not sleeping – I beat the “record” from 2012, when I travelled from Egorievsk (south of Moscow) to St. Petersburg and continued to Petrozavodsk, by one hour.

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Day 4-5, Perpignan – Andorra

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Day 4, Perpignan – Andorra; ~170km, 4 cars, ~3.5h waiting time

T04 Perpignan-AndorraWith my sign saying “Andorra” I stood for about 3 hours at the exit of the Aire. But before, I had to completely unpack my backpack again. It appears that I didn’t clean it carefully enough the other night. So I had to get rid of the animals that were running all over and inside it….

Anyway some people’s expression looking at my “Andorra” sign gave me the impression of them not knowing where or even what “Andorra” is. Even another hitchhiker coming from Cologne (Germany) didn’t know what Andorra was – how the …? I was really appalled. I mean it’s a (I admit rather small) country inside of Europe, they pay with Euro… I couldn’t understand why someone (I mean mainly European citizens) would not know it – the capitals, ok I can understand. But maybe I’m just a freak and it’s normal not to know Montenegro, Moldova or Andorra.

However I decided to change tactics and made a new sign saying “Perpignan”. From now on, everything went quickly: Basically the first car stopped and brought me to the northern highway exit of Perpignan. I couldn’t even put my backpack on the ground, when the next car stopped and two older Mesdames gave me a lift near Andorra and even a nice small lunch. It was a pleasure to drive with Lucy and Luciette who were really fun.

From the spot they left me I got another ride after 15 minutes 50 kilometres to Andorra. On the way to the border of France and Andorra the car was stopped by the French police. To my and the driver’s surprise the officer answered quite non-standard to my reply, I was heading to Andorra. She said “Ah, c’est moche.” which means like “That’s totally lame.” The driver said since the left wing party is in charge, the police acts more relaxed.

There I was picked up by a Catalan mother and her daughter who drove me via the Spanish exclave Llivia to Andorra. The mother recommended me the “Val d’Inclues” for hiking and let me out at its parking lot. I hauled my backpack for 40 minutes up the valley to the “Cabana de Sicaro” – a simple cabin with two rooms. One with a fireplace and a three storey bed, the other had beds for about 16 people. There was no toilet but running mountain water outside at one side of the house.
There were already a Dutch family in one room and 3 guys from Valencia in the other: Susanna, Luis and Paco. Because they already occupied the fire place room, I put my stuff in the Dutch family’s room, but spent my evening with the Spanish guys and they recommended me to go to the other cabin “Refugio Jucaro”.

With Andorra, I’ve been to all mini-states in Europe: San Marino, Vatican, Liechtenstein, Monaco and Andorra.

Day 5, Andorra

In the late morning I began hiking to Refugio Jucaro and had in mind to climb the peak Jucaro as well. But I couldn’t find the path, though existing on my map, leading to the peak. So I just chose from a couple of peaks which one was the right and started climbing. But since the terrain was really difficult with my hiking shoes and no rope, I resigned. I could have got to the top, but it was just too dangerous – and I honestly would only say it when I mean it… I usually take certain risks. So I climbed down the steep mountain and enjoyed an omelette in the Refugio instead.

Back at Cabana di Sicaro I sat down on a stone reading Harry Potter in the sun and learning some phrases of Spanish. In the evening I took a bath an ice-cold lake nearby just before the rain started. With the following thunder storm the 3 Spanish guys arrived at the cabin.

They brought some wood to light a fire inside their room. The problem was it was that wet we only produced smoke in which the room was soon totally covered in. So we had to decide to get outside, breath fresh air but getting wet or hit by a thunder strike or staying inside dying of smoke poising. In the end, we all stood in the door case watching an amazing thunder storm in the mountains. These are really really stunning beautiful.

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Day 2-3, Bellinzona – Monaco – Perpignan

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Day 2, Bellinzona-Monaco-village near Monaco, 6 cars, 3h waiting time

T02 Bellinzona-MonacoAt 7am the sun rose between the mountain peaks and woke me up. After a typical hitchhiking breakfast I asked for a lift with a sign saying “Genova”. An older couple from Germany, who saw me the evening before, took me all the way, since they were boarding a ferry to Corse.

At Genova I walked a bit to get to a highway entrance. There was already a guy who told me right away what a bad spot this was. He had a big sign with multiple lines. Anyway as he walked on I ignored his “advice” and after some minutes a car stopped next to me and this young Italian couple was going in my direction. Some hundred metres further they picked up the other guy. He turned out to be an Erasmus student, who was super annoying. Apparently, it was his first hitchhiking trip and he couldn’t hold back with his “awesome” experiences he already had. He couldn’t shut up.

At the gas station where they left both of us, he got an earlier ride, because he was continuing to Barcelona, whereas I wanted to make a detour via Monaco. The gas station was not very busy. There was a small car that was completely full. I asked its owner, a young Italian named Pietro, and expected that he would decline my request. I wouldn’t have totally mind because the reason “Sorry, but the car is full.” was true, not – as usually – a stupid excuse. But to my surprise, he still managed to find space for me and even my backpack. He even intended to drive me directly to Monaco, but didn’t have time in the end.

That’s why I had to accept a ride from a rich Russian woman in her Porsche Cayenne. Uhmm was a pitty… I had to go in a Porsche… how unfortunate. She seemed to live the cliché life of a Monacan wife: Together with her husband, who was the rich guy and her two children in a huge house, not working. She said, Monaco is a very nice place to live, but sooo expensive – well who would have known that Monaco is an expensive place to live??? Nevertheless it was funny having gotten a lift by her.

Anyway I continued by foot the border with France again, passing Ferraris, Maseratis, Lamborghinis, Bentleys, shops like Svarovski, blablabla [insert something really expensive]. The people gazed strangely at me, while I was passing with my outdoor/hitchhiker clothes and the backpack…yeah I didn’t (want to) belong there.

Behind the border I was picked up by a priest who was collecting food to donate for poor and homeless people in Nice. At the gas station inside the city, where he left me, I waited quite a long time till someone stopped. The owner was a hitchhiker himself, but couldn’t increase my hope to get away tonight. However a car stopped, but it turned out only because I had a sign showing the driver’s hometown (Nîmes). He said he could bring me to a toll station (péage). On the way Didier suggested I could sleep and eat in his house. Due to the fact it was already 11pm and dark I accepted his offer. His house was in a small village with a great view to the Mediterranean Sea and Monaco.

Day 3, Village near Monaco – Perpignan; ~470 km, 5 cars, >7h waiting time

T03 Monaco-PerpignanAfter breakfast Didier left me at a toll station (péage) before Nice. This experience should have never made me being left off at these places (toll stations): I had to wait for about 5 hours, because the cars just passed by. When a driver finally stopped at the small parking area where I was standing next to, I hurried to catch him before he drove off. He took me to the next service area (French “aire”) near Cannes. It was not far from the péage, but a way better spot.

A truck driver took me some 100 kilometres further and from there I went with the Dutch-Spanish guy Joris to a service area just before Perpignan. He just came from Nice, where he spent a hard party week in the house of his super rich friend and was now returning to his family living south of Barcelona. We had a nice chat, but from the service area he dropped me, I didn’t get further this night.

To make it worse – actually I didn’t care about the first fact – a melon was kind of squeezed in my backpack and its juice was now over in my backpack. In addition the stupid melon was not even eatable any more…

At 1am I put my sleeping bag on a soft carpet made of dry fir needles and, hoping it wouldn’t start to burn, soon slept, which made some insects happy…..

On French highways there are electronic screens, that, if a car is too fast, show its number plate and a hint that it’s going too fast (“trop vite”).

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