Tag 23-24, Faro – Tarifa – Gibraltar

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Tag 23, Faro – San Luis de Sabinillas (bei Marbella); ~500km, 4 Autos, lange gewartet

T23 Faro-MarbellaMorgens aß ich noch mit A. und A. Frühstück und dann machten wir uns gemeinsam auf – sie auf Arbeit, ich Richtung Gibraltar.

Es dauerte allerdings ewig, bis mich jemand mitnahm. Es war zu einem Supermarkt, der unglaubliche 2km weit entfernt war…. Wenigstens konnte ich dort noch Früchte und Portwein für zu Hause erstehen. Mit zwei weiteren Mitfahrgelegenheiten und nach meheren Dutzend Warteminuten fand ich mich schließlich auf einer Raststätte wieder, auf der nach einiger Zeit ein paar Engländer hielten. Einer war unterwegs nach Malaga und ich entschied mich, bei ihm mitzufahren. Ursprünglich wollte ich nach Sevilla südlich über Cadiz nach Gibraltar und Tarifa reisen, aber nun näherte ich mich beiden Zielen eben von Osten her. Der Engländer lebte seit 16 Jahren in Spanien und lieferte Bier aus. An der Raststätte, wo er mich rausließ, nahm mich ein junger Spanier mit, der auf dem Weg zur Arbeit als Sicherheitsbediensteter eines Clubs in Estepona war. Er beschwerte sich bitterlich über die Russen, die sich dort absolut ungebührend verhalten würden.

Nachdem er mich absetzte, probierte ich für eine weitere Stunde weiter zu kommen. Ich überlegte in der Mitte eines Kreisverkehres zu schlafen, aber die Stelle war nicht komplett unsichtbar, folgte ich dem Straßenverlauf für weitere ca. 3km  und fand dort einen geeigneteren Platz vor.

Tag 24, San Luis – Tarifa – Gibraltar – La Linea; ~120 km, 5 Autos

T24 Gibraltar TarifaNach dem Aufstehen lief ich die Straße abermals weiter, bis ich zu einer Tankstelle, vor Algericas, kam. Dort aß ich auch Frühstück.

Algeciras ist einer der Haupthäfen von Fährverbindungen nach Marokko. Daher fuhren viele Autos, bis auf den letzten Platz voll mit Leuten und Sachen, herum. Auf dem Dach waren auch oftmals noch Dinge zusammengeschnürt, was die Höhe verdoppelte.

Nach zwei Stunden nahm mich ein junges Pärchen nach Tarifa mit, wo der südlichste Punkt Europa sein sollte. Als ich dort ankam, was dort sogar ein Schild aufgestellt, das die Menschen an diesem Punkt willkommen hieß. Das Problem war nur, dass es hinter dem Schild noch weiter ging. Dort war eine Festung auf einer Insel namens “Isla de las Palomas”, die man aber bei Ebbe auch ohne Benutzung der Brück erreichte. Und auf dieser Insel war der eigentliche “Punta de Tarifa O Marroqui” – der südlichste Punkt. Aber das Betreten durch das Tor war nicht gestattet, da es sich um eine Art Militärgelände handelte, das mich von dem 600m entfernten Punkt trennte.

Aber ein lächerliches Spanisches Militärgelände ist nun wirklich kein Hindernis für mich, wenn ich den letzten der Grenzpunkte Europas erreichen will. Also zog ich meine Schuhe aus und lief zu einem Teil der Festung, die nicht von dem Militär genutzt worden schien. Ich kletterte hinauf, ließ meinen Rucksack dort zurück und kraxelte schleichend weiter an der Küsten entlang. Ich wurde nicht bemerkt, jedenfalls wurde ich nicht an meinem Vorhaben gehindert und mit Hilfe des GPS erreichte ich dann auch die südlichsten Punkt.

Das Wasser stieg und begab sich Richtung Küste und ich mich nach Gibraltar. Nach der Passkontrolle – leider bekam ich keinen Stempel – wollte ich meinen Pass wieder zurück in den Rucksack packen. Das war in der Zollabfertigungszone und plötzlich sagte mir ein Beamter, ich müsse um Erlaubnis fragen. Ich wusste nicht wirklich, was er von mir wollte, lachte und fragte, ob er das wiederholen könne. Er sagte wiederum, ich solle um Erlaubnis fragen. Ich fragte, ob ich das nur für das Zurückpacken meines Passes machen sollte und lachte wieder. Er wurde grummeliger und bemerkte, dass es nicht lustig sei. Dieser Bereich sei für die Zollabfertigung vorgesehen und ich, als unhöflicher Tourist, müsse für alles, was ich dort mache um Erlaubnis fragen. Vielleicht dachte er, ich würde eine AK-47 aus meinem Rucksack holen oder wollte einfach Macht demonstrieren. Jedenfalls ging ich nach dieser lächerlichen Vorstellung einfach raus.

In Gibraltar was es dann wirklich komisch. Rothaarige überall und den Britischen Akzent zu hören, während draußen Spanisches Klima herrscht war merkwürdig. Außerdem muss man über die Start- und Landebahn des Flughafens laufen, um in die Stadt zu kommen.

Ich bekam kostenlos Postkarten, weil ich nur 10 Gibraltar-Pfund hatte und nachdem ich diese, also die Postkarten, mit Wörtern gefüllt hatte, erklimmte ich den Upper Rock. Aber es war der falsche Hügel, da ich eigentlich das Rollfeld von oben sehen wollte. Wenigstens kam ich an ein paar der berüchtigten Affen vorbei, die von einiger Wichtigkeit für die Bevölkerung sind. Der Legende nach würde Gibraltar wieder an Spanien gehen, wenn jene aussterben.

Aber ich hatte noch die Gelegenheit, am Rollfeld zu stehen, während eine Easyjetmaschine in die Abendsonne startete. Wir standen ca. 100m vom startenden Flugzeug entfernt. Dann lief ich aus der Stadt La Line de la Concepción und begann den Versuch, nach Granada zu kommen. Aber um 1Uhr morgens – ich bin nicht weiter gekommen – wurde mir mitgeteilt, dass die Autobahn wegen eines Waldbrandes geschlossen worden war. Als ich mich der Autobahn näherte, konnte ich am Horizont den Himmel in einem rötlichen Ton leuchten sehen. Also legte ich mich hinter einem Gebäude einer Tankstelle zur Ruhe und als ich des Nachts aufwachte, roch die Luft stark nach Rauch und Asche kam vom Himmel geregnet.

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Tag 23


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Tag 20-22, Lissabon – Faro, Faro

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Tag 20, Lissabon – Faro I; 300km, 2 Autos, 9h Reisezeit (5h Warten)

T20 Lisbon-FaroWie sonst stand ich um 8Uhr auf und aß Frühstück mit O. Dann verabschiedete ich mich von ihr und sie gab mir noch eine Straßenbahn-Rabattticket oder so. Ich sollte eine Station mit der Straßenbahn fahren und die Karte hätte mein Ticket günstiger gemacht.

Als ich an der Haltestelle ankam, wusste ich jedenfalls nicht, wie ich einen Vorteil aus dem Ticket ziehen soll. Deshalb kaufte ich einfach gar keinen Fahrschein. Für eine Station waren mir 2,85€ dann doch zu heftig. Um 11Uhr kam ich dann an der Trampstelle an….aber keiner hielt an. Deshalb lief ich zu einer alternativen Stelle, die illegal war, weil sie mehr oder weniger auf der Autobahn war. Naja, und wie auch in Zaragoza, stieß ich dort leider auf einen Mitarbeiter des Autobahnbetreibers, der mich verscheuchte.

Verärgert ging ich zurück, schrieb ein neues Schild mit einem weniger weit entfernten Ort als Faro und nach, keine Ahnung wie viel zusätzlichen Stunden/Minuten, hielt eine Frau und brachte mich zur nächsten Raststätte, die auch einen McDonalds beherbergte. Dort traf ich auf ein Mädel und einen Jungen aus Litauen, die ebenfalls Richtung Faro wollten. Also genehmigten wir uns etwas zu trinken, welches Enrika wegen einer spontanen Zeichnung spendiert bekam, bevor wir uns an die “Arbeit” machten.

Wir mussten wieder mindestens zwei Stunden warten, aber dann hielt ein Auto an und er fuhr auch direkt nach Faro….endlich! Es war nicht viel Platz im Kofferraum, also nahmen wir unsere Rucksäcke auf unsere Beine; egal wie waren unterwegs nach Faro.

Faro war der zweite und letzte Ort, wo ich Couchsurfing benutzt habe. A. und A., zwei nette Polnische Erasmus-Studentinnen aus Wroclaw/Breslau, machten ein Praktikum in einem Architekturbüro. Als ich geduscht hatte, gingen wir einkaufen, kochten etwas zu essen und liefen dann durch die “riesengroße” Stadtmitte mit schmackhaftem Portwein.

Tag 21, Sonntag, Faro II

Nach dem Frühstück gingen wir auf den sonntäglichen Markt, wo wir uns mit zwei Lettischen Kolleginnen von A.A. trafen. Wir kauften einige Früchte, die ich noch nie zuvor gesehen hatte und verabredeten uns bei einem Kaffee für den Nachmittag. Wir wollten mit der Fähre an den Strand, da zwischen Faro und dem Atlantik ein Naturschutzgebiet liegt.

Um 16Uhr schipperten wir los und genossen das Plantschen im Atlantik. Um 22Uhr nachdem wir uns alle gestärkt hatten trafen wir uns wieder mit Wein am Hafen. Wir liefen auch an einem internationalen traditionellen Tanzfestival vorbei, aber es war eher langweilig, sodass wir loszogen und gemeinsam 18 Shots verschiedener Sorten Poncha (regional, Erdbeere, Kiwi, Maracuja/Passionsfrucht)  herunterkippten, was eine bessere Entscheidung war.

Tag 22, Faro III

A.A. musste wieder arbeiten, schließlich war ja Montag. Sie mussten lange arbeiten, die Armen. Ich hingegen machte mir einen entspannten Tag, schlief länger, schrieb ein paar Postkarten und war froh als ich erfuhr, dann mein Chef nix dagegen hatte, dass ich eine Woche später nach Karlsruhe kommen würde. Ich wollte eine Woche noch in Berlin verbringen.

Dann kaufte ich Zutaten für Kartoffelpuffer, sodass die beiden Mädels nach ihrem 12h-Tag nicht noch kochen mussten. Sie schmeckten lecker und es waren viele, sodass ich für den kommenden Abschnitt nach Granada über Tarifa und Gibraltar ein kleinen Vorrat anessen konnte.

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Tag 20


Tag 21


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Tag 17-19, Lissabon/Lisboa

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Tag 17, Lissabon II

Als ich aufwachte, war ich wenigstens wieder mental einigermaßen fit. Meine Stimmung stieg auch rasant, als ich meine E-Mails abrief und sah, das ich eine Zusage von O. in meinem Postfach hatte. Wir telefonierten kurz und verabredeten uns für den Abend, da sie noch arbeiten musste. Ich schloss meinen Rucksack in ein Schließfach am Hauptbahnhof und streifte wieder ein bisschen durch die Stadt. Aber da ich mich noch nicht ganz erholt hatte, legte ich mich auf eine Wieso in der Nähe des Cais do Sodre und dem Rio Tejo. Abends trafen ich mich dann mit O., aß einen Happen und ging früh schlafen.

Tag 18, Lissabon III

Hmmm, ich war jetzt schon zwei Tage in Lissabon, aber habe nicht wirklich irgendetwas gemacht. Auf der anderen Seite hatte ich auch keine Pläne, aber die Situation hat sich schon komisch angefühlt.

O. lieh mir ihr Fahrrad und so fuhr ich zu einigen Aussichtspunkten, dem EXPO 1998 Gelände im Osten und Belem im Westen.

Es scheint typisch für Lissabon zu sein, dass einen einfach so zwielichtige Leute ansprechen, um einem “Haschisch? Kokain?” anzudrehen. Diese schrecken noch nicht einmal davor zurück, vor ein fahrendes Rad zu springen.

Am Abend suchte ich dann ein Restaurant, welches Schnecken (caracois) im Angebot hatte. Die Schnecken wurden mir von dem Typen empfohlen, der mich zum Mittag eingeladen hatte. In einem Restaurant sagten sie mir, dass die Schnecken eher als kleine Zwischenmahlzeit um die Mittagszeit offeriert wird. Also aß ich Dorsch, der auch lecker war.

Tag 19, Lissabon IV

Ein weiterer Tag in Lissabon. Dieses Mal hatte ich kein Fahrrad, also machte ich eine Straßenbahnfahrt mit der berühmten Touristenlinie 28. Die Tickets für diese Straßenbahn sind teurer als die der anderen Linien. Ich fuhr an einem schicken Graffiti vorbei, war aber zu langsam, ein Foto zu schießen. Also ging ich, nachdem wir die Endstation erreicht hatten, zurück und suchte 45 Minuten danach. Auf dem Weg dahin, gab es aber noch schöne andere Motive.

Mittags besuchte ich O. in der Bar, in der sie arbeitete. Dann ließ ich mir in dem Restaurant nebenan endlich die Schnecken servieren. Ich zahlte 7,50€ und bekam eine ziemlich große Box mit Schnecken, in Knoblauchsauce eingelegt. Das war auf jeden Fall mehr als genug für drei oder vier Personen. Ich konnte jedenfalls nicht alle auf einmal essen. Obwohl ich zugeben muss, dass es schon echt gut geschmeckt hat. Daher schlug ich O. auch vor, ein Schnecken-Omelette zum Abendbrot zu zubereiten. Skeptisch akzeptierte sie die Idee, denn sie hatte noch nie Schnecken gegessen.

Doch vorher ging ich noch in den Botanischen Garten, der einen sofort vom Rest der Stadt abschneidet. Ohne den Lärm, wirkte es wie in einer anderen Welt, allerdings etwas kleinen Welt. Vor der Heimkehr traf ich mich noch mit O. am Marquês de Pombal, dem zentralen Kreisverkehr von Lissabon. Sie musste noch einige Dinge erledigen und zeigte mir auf dem Weg dorthin noch ein paar weitere kritische Graffiti bevor ich dann mit ihrem Fahrrad zu ihrer Wohnung fuhr und noch etwas für das besondere Abendbrot einkaufte.

Ich kann euch sagen, es ist harte Arbeit, Schnecken aus ihren Häusern zu “befreien”; außerdem dauert es lange. Respekt an die Krebspeller aus Marokko. Aber die Arbeit war es wert: Was für ein Abendschmaus! Ich machte wie gesagt ein Omelette mit Schnecken mit Tomaten und Zucchini sowie einen Salat und  O. machte zwei Arten von Hummus und Avocadocreme….vorzüglich.

Es war dann auch meine letzte Nacht in Lissabon. Eine sehr interessante Stadt (auch ohne in Museen oder Clubs gewesen zu sein). Wenn Du Berlin magst, dann ist auch Lissabon einen Besuch wert. Es ist kleiner und hügeliger als Berlin, aber hat denselben Charme. Und falls Du Berlin nicht magst, tust Du es vielleicht nach einem Lissabon-Besuch.

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Tag 14-16, Ponteareas – Valenca – Cabo da Roca – Lissabon I

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Tag 14 (Sonntag), Ponteareas – Valença do Minho; 30km, 2 Autos

Natürlich standen wir erst nach Mittag auf. Die Mädels gingen noch schwimmen und bevor wir losfuhren, wollten wir noch Nudeln machen. Allerdings hat das Gas des Campingkochers leider nur dazu gereicht, das Wasser zum leichten Köcheln zu bringen. Also gab es stattdessen Gaspacho und Baguette mit Käse und Tomaten.

Die Mädels ließen mich dann bei einem Hotel raus, wo ich noch einige Couchsurfing-Anfragen für Lissabon absendete und machte mich Richtung Portugal auf. Ich kam aber nur bis Tui, der Spanischen Grenzstadt. Zu Fuß lief ich dann über die Valença-Brücke nach Portugal.  Dort hatte ich aber auch kein Glück, aber es war auch mittlerweile dunkel. Als ich dann meinen Platz verließ, um einen Standort für die Nacht zu suchen, fiel mir auf, dass genau gegenüber von wo ich getrampt hatte, eine Pilgerherberge war. Also bin ich hin und weil ich drinnen Stimmen hörte, klopfte ich an Tür. Mir wurde auch geöffnet und ich suchte mir dann ein freies Bett aus.

Tag 15, Valença – Mafra, Cabo da Roca; 510km, 4 Autos, keine lange Wartezeit

T15 Valenca-MafraAm nächsten Morgen ging ich wieder zu dem Platz von letzten Abend und es dauerte nicht lange, bis ein Auto hielt. Vielleicht lag das auch daran, dass ich das “Lisboa”-Schild gegen ein “Porto”-Schild ausgetauscht hatte. An der folgenden Raststätte aß ich dann Frühstück und wurde von einem Ingenieur aufgelesen, der dachte, ich sei ein Mädchen, dabei waren meine Haare gar nicht so lang….naja. He fuhr einen relativ neuen Audi A8, der eine Spurfahrassistenten hatte. Als ich fragte, ob er ihn ausprobieren konnte, drehte sich zwar das Lenkrad, aber hätte er nicht eingegriffen, dann wären wir in der Leitplanke gelandet. Mittags lud er mich zum Essen ein.
Als ich fast am Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt Europas, war, hielt eine ältere Damen, Linda, an. Sie sprach Französisch und sie, weil, wie sie oft betonte, niemand zu Hause auf sie warten würde, fuhr mich zum Kapp und noch ein bisschen in der Gegend umher u.a. zur “Mar do Inferno”, einer Art Felskessel am Meer. Am Ende ließ sie mich sogar bei sich übernachten – im Krankenbett ihres verstorbenen Mannes.

Abgesehen von normalen Geschwindigkeitskontrolle, gibt es in Portugal Kameras auf den Ampel, die Geschwindigkeitsüberschreitungen registrieren und dann die Ampeln auf Rot schalten. Nette Idee, wie ich finde.

Tag 16, Mafra – Lisbon I; 55km, 1 Auto, einige Warteminuten

Bevor ich nach Lissabon aufbrach, zeigte mir Linda noch das gemütlich Surfer-Dorf Ericeira und brachte mich dann zur Autobahnauffahrt. Von dort kam ich zum Campo Grande, im Norden Lissabons. Ich hatte noch keine Antwort von Couchsurfing bekommen, also setzte ich mich in einen stylischen Park, las und aß vermutlich zu viel Schokolade bzw. Erdnüsse – aber dazu später mehr….

Am Nachmittag entschied ich genug gewartet zu haben und lief im Zickzack Richtung Zentrum. So bekam ich einen guten ersten Eindruck der Stadt.

Aber irgendwie fing mein Bauch an, weh zu tun und die Ho(s)tels, bei denen ich nach Räumen fragte, waren mir alle zu teuer. Also entschied ich mich, zum ca. 10km entfernten Campingplatz zu laufen, obwohl ich mich schwächer und schwächer fühlte. Auf dem Weg musste ich mehrmals Pausen einlegen. Mir war schon klar, wie das Ganze enden würde und dann kam ich auch an den Punkt, an dem mein Magen revolutionierte. Zum Glück war das in der Nähe von ein paar Büschen und sichtgeschützt und nicht mitten auf einer belebten Straße…..verdammte Billigerdnüsse.

Danach fühlte ich mich schon ein wenig besser und schleppte mich weiter. Bis zum Campingplatz kam ich aber nicht, sondern wählte einen Platz in einer Art Park neben der Autobahn, der aber auch von Blicken geschützt war. Es war mir aber auch vollkommen egal, baute einfach mein Zelt auf und hatte eine grauenhafte Nacht, in der ich alle drei Liter Wasser, die ich noch hatte, austrank.

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Tag 14


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Tag 16

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Day 17-19, Lisbon/Lisboa

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Day 17, Lisbon II

At least I woke up and was clear in my mind. My mood instantly increased when I saw that I received a positive reply from Couchsurfing. We called and agreed on meeting in the evening. I left my backpack in a locker at the railway station and strolled around town a bit. But since I was not fully recovered I lay down in a park near Cais do Sodre and Rio Tejo. In the evening I met with O. ate some food and went to bed early.

Day 18, Lisbon III

Ok, I spent two days in Lisbon now, but didn’t do anything. I haven’t had any plans though, but it felt kind of wrong.

O. let me use her bicycle, so I rode to some view points, the EXPO 1998 area in the east and Belem in the west.
It seems typical in Lisbon that people approach you to offer “Hashish? Cocain?”. They don’t even bother running in front of you bike while you are riding.

In the end I searched for a restaurant that would serve snails (caracois) which were recommended to me. In one restaurant I was told they are served as a snack at noon. So I ate codfish instead which was really nice.

Day 19, Lisbon IV

Another day in Lisbon. This time I had to get around without bike. So at first I made a tour with the famous tram 28 which charges more than other trams because it’s the typical tourist line. I passed a wall with a nice graffiti, but was to slow to catch it on photo. So I searched for about 45 minutes till I found it. On the way I had the chance of other great pictures.

At noon I visited O. at her working place – a bar. Then I ordered the snail in the place next door. I paid 7,50€ and got a huge box of snails; more than a snack for one or even three persons. However I couldn’t finish all of them at once. Though I have to admit there were delicious. Hence I told O. I’d prepare a snail omelette in the evening. She sceptically agreed.

Before I went to the Botanical garden, that suddenly cuts you off from the rest of the city. Without the city’s noise it was like being in a different world, but a rather small world. After returning I met with O. at Marquês de Pombal, the central round-about of Lisbon. She had to arrange some things, showed me some interesting graffiti on the way before I took her bike to ride home and buy some food for the special dinner.

I can tell you, it is hard work to peel all the snail out of their house plus you need much time. But it was totally worth it. It was quite a dinner: I prepared tomatoes, zucchini and mixed them with eggs and the snails to create the snail omelette and a salad whereas O. made two kinds of humus and avocado crème…..exquisite.

It was also my last night in Lisbon. It is such a nice city. When you like Berlin, you definitely have to visit Lisbon – a smaller, hillier Berlin. And if you don’t like Berlin, maybe you start after having visited Lisbon.

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Day 17


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Day 19

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Day 20-22, Lisbon – Faro, Faro

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Day 20, Lisbon – Faro I; 300km, 2 cars, 9h travelling (5h waiting)

T20 Lisbon-FaroAs usual I got up at 8am and ate breakfast. Then I said good-bye to O. who gave me some ticket for the tram. I should go by tram for one long stops and the card should have given me a discount on the ticket.

When I arrived at the stop, however, I didn’t know how to get advantage of the ticket. That’s why I just didn’t buy a ticket. It was 2,85€ for one stop, so no. At 11am I finally arrived at a possible hitchhiking spot….but no one stopped. Therefore I walked to an alternative spot which was illegal as one the highway. And yes, I was lucky as in Zaragoza to just bump into a highway employee you told me to get lost.

Very upset I went back, wrote another sign with a closer destination than Faro and really after I don’t know how many additional hours a woman took me to the next service area having a McDonalds. There I met a girl and a boy from Lithuania who intended to hitchhike to Faro as well. So we took some drinks first, the girl Enrika, got hers sponsored for a spontaneous painting.

We had to wait again for a minimum of two hours, but then the car that stopped was at least going all the way to Faro…finally! He didn’t had much space in the trunk so we took our backpack on the legs again, but who cares we were going to Faro.

Faro was the second and last destination were I couchsurfed. A. and A., two nice and cool Polish Erasmus students studying in Wroclaw were doing their internship at an architect’s office. After I took a shower, we went to the supermarket, cooked something and walked inside the huge city with some port wine.

Day 21, Sunday, Faro II

After breakfast we all went to a local market where we met with the Latvian colleagues of A. and A. and their friends. We bought some fruits I’d never seen before and agreed on meeting in the afternoon to go by ferry to the beach, since between Faro and an Atlantic Ocean beach is a natural reserve park.

At 4pm we cruised through the park and enjoyed the fresh Atlantic. At 10pm after we all ate some dinner we met for some wine at the harbour again. We thought we could watch a local international/traditional dance festival but it was quite boring, so we went to take 18 shots of different kinds (regional, strawberry, kiwi and passion fruit) of Poncha instead, which was a better decision.

Day 22, Faro III

A and A. had to work again. They worked quite too hard. I made myself a chilled day. I slept longer, wrote some postcards and was happy to recognize that my boss didn’t had a problem if I came a week later, which I wanted to spend in Berlin.

Then I bought ingredients of potato pan cakes, so that the girls needn’t cook after a hard 12h working day and also the pan cakes taste quite good and would give my stomach some buffer for the next long hitchhiking stage to Granada via Tarifa and Gibraltar.

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Day 20


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Day 14-16, Ponteareas – Valenca – Cabo da Roca – Lisbon I

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Day 14, Ponteareas – Valença do Minho (Sunday); 30km, 2 cars

Of course we got up at around noon the next day. The girls went swimming and before we wanted to depart we wanted to make some pasta. But the water was just about to boil when the camping gas went empty, so we ate some Gaspacho and baguette with cheese and tomatoes.

The girls then left me at hotel where I sent some Couchsurfing request for Lisbon and continued towards Portugal. But I only got to Tui, the Spanish border town. But foot I continued over a bridge to Portugal. I didn’t have any luck there as well, maybe because already dark. Anyway when I left the spot to go to a possible place to pitch my tent I realised, that there was a pilgrim’s hostel just opposite of my hitchhiking spot. Although it was late, someone opened the door and I was able to sleep in a bed that night.

Day 15, Valença – Mafra via Cabo da Roca; 510km, 4 cars, not so much waiting time

T15 Valenca-MafraThe next morning I went to the spot again and it didn’t take much time, since the first car stopped. I also replaced my “Lisboa” sign with a “Porto” sign. At the service area I ate breakfast and was then picked up by an engineer who first thought I was a girl… He drove a brand new Audi A8. It had a lane departure warning system (so in theory it could keep the lane automatically). But when I showed me, we nearly crashed into the beam barrier. At noon he invited me for lunch.
When I was close to Cabo da Roca (the westernmost point of Europe), an old lady, Linda, stopped. She spoke French and, because nobody was waiting for her at home as she said, drove me around. In the end she even let me crash at her place.
Apart from regular speed radar controls, there are cameras on the traffic lights that register speeding and turn the lights to red. That’s a pretty nice concept, I guess.

Day 16, Mafra – Lisbon I; 55km, 1 car, some minutes waiting time

Before I went to Lisbon, Linda showed me the cosy surfer village of Ericeira and then brought me to the highway entrance. From there I got to Campo Grande, in the north of Lisbon. I haven’t had any reply from a CS host yet, so I sat down in the cool park, read and apparently ate too much chocolate and peanuts – but I’ll come to this later on.

In the early afternoon I decided I waited enough and walked zigzag towards the centre. So I got a good first impression of the city.

But somehow my stomach started to hurt and the hostels I asked for room had prices starting 20€ per night. So I decided to go to the 10km far away camping site although I felt weaker and weaker and made multiple stops on the way. I already had the feeling, but then I reached a point, where my stomach couldn’t reach it any more. I spare the details, but was “happy” to find a quite hidden place to let it happen….damn low quality but cheap peanuts.

I felt a little better and trailed myself further. I didn’t reach the camping site, but a place next to the highway that somehow part of a park but separated by some building. But I couldn’t care less in that situation, pitched my tent and had a horrible night and drank all 3 litres of my water.

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Day 14


Day 15


Day 16

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