Tag 8 (Montag), Zaragoza – Tapia

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Tag 8, Zaragoza – Tapia; ~670km, 3 Autos, joa…war OK mit dem Warten

T08 Zaragoza-TapiaIch stand früh auf, da ich unbedingt weiter wollte. Weg aus Zaragoza. Ich verabschiedete mich von den Mädels, die gerade aufgestanden waren. Gleich die ersten Leute, die ich an der Raststätte fragte, nahmen mich um die 470km mit, was echt klasse war. Es war ein Spanisches Pärchen und er wollte, dass sie unbedingt ihr Volkshochschulenglisch trainiert. Von daher war es eine Win-Win-Situation für Carlos, Anna und mich.

Sie waren auf dem Weg nach Llanes in Austurien, sodass wie das regnerische Baskenland durchfuhren. Und um ehrlich zu sein, genauso wie die Leute, die Andorra nicht kennen, hätte ich nie gedacht, dass es in Spanien eine Region gibt, in der es regenwaldähnlich Eukalyptuswälder gibt. Aber die gemäßigte Klimazone sorgt im Norden Spaniens für sattes grün. Die Atlantikstrände sind lang und leer, vielleicht auf Grund des doch eher stürmischen Ozeans. Nichtsdestotrotz gefiel mir dieser Teil spontan; nicht nur, weil ich endlich der Hitze für ein paar Tage entrinnen konnte.

An der letzten Tankstelle, bevor sich die Autobahn nach Gijón (in meine Richtung) und Oviedo (nach Süden) teilte, sprach ich einen Pakistani an, ob er nach San Sebastian führe. Nach nur einigen Minuten des Wartens konnte ich also wieder weiter. Das Problem war nur, dass in die falsche Richtung gefahren wurde. Ich verwechselte Santiago mit San Sebastian und nun war ich natürlich wieder auf dem Weg in die Richtung, aus der ich gerade kam. Na super. Zum Glück gab es nach wenigen Kilometern eine weitere Raststätte, von welcher aus ich dann über die Autobahn zu der auf der anderen Seite rannte.

Die Zeit verging, Autos kamen und fuhren – ohne mich. Um 22Uhr kam eine Angestellte, der ich Leid tat, und lud mich zu einem Tee ein.

Aber kurz vor Mitternacht nahm mich Ainoa, ein Mädchen aus dem Baskenland, mit nach Tapia, wo sie arbeitete. Es war nur 10km von Ribadeo entfernt, das mir die 3 Spanier in Andorra empfohlen hatten. Leider wollte Ainoa partout kein Englisch sprechen, so dass die Fahrt leise verlief und ich immer wieder wegnickte.

Nachdem wir um ca. 2Uhr in Tapia angekommen waren, lief ich die Steilküste entlang, bis ich irgendwann einfach an einer relativ geeigneten Stelle über dem Meer mein Zelt aufbaute und mich von den sich brechenden Wellen und den Schlaf wiegen ließ.

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Tag 6-7, Andorra-Zaragoza

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Tag 6, Andorra – Zaragoza; ~300km, 3 Autos, lange Wartezeit

T06 Andorra-ZaragozaAm nächsten Tag lief ich zurück zur Hauptstraße Andorra. Zwei Algerier nahmen mich dann zur Hauptstadt Andorra la Verra (Alt-Andorra).

Sie fragten, ob das Logo von BMW den Bart von Hitler zeigte und wollte, dass ich eine Nachricht an “alle” Algerischen Fußballfans sende (“One, two, three: ALGÉRIE”) und nicht ganz ernst gemeint entschuldigte ich mich auch noch für die Niederlage gegen die Deutsche Elf.

In  einem Supermarkta kaufte ich dann Käse, Brot, Früchte, ein bisschen Gemüse un,d ganz wichtig, Süßigkeiten. Ich hätte auch einen fünf Kilogramm Eimer Nutella oder montröse Zigaretten-Stangen kaufen können.

Ein Französisches Pärchen brachte mich dann zu einer Mautstation bei Lleida – ja ich habe nicht aus meinem Fehler in Frankreich gelernt. Aber es gab auch nicht wirklich eine Alternative. Nachdem ich länger als eine Stunde in der glühenden Sonne wartete und Brombeeren von einem Baum gegessen hatte, lief ich zu Fuß zu einer relativ nahe gelegenen Raststätte. Sie war ca. 5km weit weg, lag aber nicht auf dem Weg der Franzosen.

Nachdem ich an der Raststätte mit einen Augenarzt angesprochen hatte, nahm er mich in die Nähe von Zaragoza mit. Auf dem Weg überquerten wir den Null-Meridian, der mit mehreren Schildern angekündigt und dann einem Bogen über die Autobahn beschrieben wurde.

Bevor der Arzt die Autobahn verließ, sagte ich ihm, er solle mich – ja genau – an einer Mautstation rauslassen. Ich hatte also scheinbar wirklich nichts gelernt und dieses Mal war keine Raststätte in Laufweite.  Wenigstens hielten ein paar Leute an, aber die wollten alle nach Zaragoza und dort heraus zu kommen, vor allem Nachts, wäre sicherlich extrem schwer geworden, weshalb ich alle dankend ablehnte.

Am Ende lief ein die Autobahn einfach einen Kilometer zurück und baute mein Zelt neben der Autobahn auf – zigeunermäßig eben.

Tag 7 (Sonntag), Zaragoza; unfreiwilliger Halt, ~72km, 1 car

Als ich aufwachte, bemerkte ich den Hasenuringeruch, der in Luft hing. Nicht sehr lecker. Daher beeilte ich mich, zur Mautstation zurück zu kommen. Dort warteten aber schon die Autobahnbetreiber-Mitarbeiter auf mich, verfrachteten mich in ihren Transporter und ließen mich an der parallelen Nationalstraße wieder raus. Auf der Autobahn ist das Trampen nämlich eigentlich verboten – jedenfalls tagsüber, wenn die Aufpasser arbeiten, denn am Abend zuvor, schien das niemanden zu interessieren.

Ich fand mich in einer wüstenähnlichen Umgebung, Berge sowie ein riesiger Stier im Hintergrund. Die Sonne wurde langsam intensiver. Wirklich ein perfekter Ort, an dem ein Rothaar lange warten könnte….

Glücklicherweise wurde ich aber relativ schnell von Sergio, der gerade aus Barcelona kam, mitgenommen. Obwohl er die Nacht durchgemacht hatte und schon ein bisschen müde war, half er mich jemanden zu finden, der mich weiterbringen würde. Aber keiner von uns hatte Erfolg.

An der letzten Tankstelle, an die er mich brachte, traf ich dann die beiden Deutschen Anhalterinnen Teresia und Jessica. Sie waren schon drei Wochen in Spanien, inklusive anzüglichen Belästigungen, unterwegs. Wir taten uns zusammen. Nach Stunden ergebnislosen Wartens schlug ich vor zu einer 7km entfernten Raststätte zu laufen. Das taten wir auch – bei gnadenloser Sonne und mindestens 41°C im Schatten.

Natürlich kamen wir ziemlich fertig an und hatten auch wenig Motivation, weiter zu trampen. Daher kaufen wir teures Tankstellenessen und -trinken zum Abendbrot und schlugen unser Lager dann auf einem Spielplatz auf. Der sich in der Nähe befindende Fluss Ebro war leider ziemlich dreckig und auch schwierig zu erreichen.

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Tag 4-5, Perpignan – Andorra

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Tag 4, Perpignan – Andorra; ~170km, 4 Autos, ~3.5h Wartezeit

T04 Perpignan-AndorraMit meinem “Andorra”-Schild stand ich für ungefähr drei Stunden an der Ausfahrt der Aire. Vorher musste ich aber meinen Rucksack noch komplett auspacken und reinigen. Scheinbar hatte ich es am Vorabend nicht gründlich genug getan, sodass ich jetzt die ganzen Tierchen rausschütteln durfte.

Jedenfalls waren die Blicke vieler Autofahrer, die mein Schild lasen, nicht gerade aufschlussreich und vermittelten mir den Eindruck, als ob sie noch nie von Andorra gehört hatten und wussten wo oder sogar was das sein sollte. Selbst ein anderer Tramper, der aus Köln kam, wusste nicht, was Andorra ist….in diesem Moment war ich wirklich schockiert….. Natürlich ist Andorra ein kleines Land, aber soviele Länder in Europa gibt es ja nicht. Außerdem haben Sie den Euro. Ich kann nicht verstehen, wie jemand (Europäer) Andorra nicht kennen können. Alle Hauptstädte, na meinetwegen. Oder aber ich bin einfach nur ein Freak und es ist normal, Montenegro, Andorra oder Moldau aka. Moldawien nicht zu kennen.

Auf jeden Fall änderte ich meine Taktik und machte ein neues Schild mit “Perpignan”. Von da an ging alles ganz schnell. Das erste Auto hielt an und brachte mich zur Ausfahrt Perpignan-Nord. Dort konnte ich noch nicht einmal meinen Rucksack absetzen, da wurde ich schon von zwei älteren Damen gefragt, wo ich denn hinwolle. Lucy und Luciette fuhren mit weiter Richtung Andorra und luden mich auch zu einem kleinen Imbiss ein.

Wo sie mich dann absetzten, wartete ich für 15 Minuten, bis ich durch die Pyrenäen 50km an Andorra herangekommen. Auf dem Weg zur Grenze wurden wir von der Polizei angehalten. Zu meiner und der Fahrers Verwunderung antwortete die Polizistin recht flapsig auf meine Aussage, dass ich nach Andorra unterwegs war. Sie sagte, “Ah, c’est moche.” was frei übersetzt soviel heißt wie “Ah, das ist doch bescheuert”. Der Fahrer sagte, seit der Linken in Frankreich an der Macht seien, träten die Polizisten lockerer auf.

Dann wurde ich von einer Katalanin und ihrer Tochter mitgenommen, die über die Spanische Exklave Llivia nach Andorra fuhren. Die Mutter empfahl mir zum Wandern die Region um das “Val d’Inclues” und ließ mich an dem dortigen Parkplatz raus.

Von dort schleppte ich meinen Rucksack 40 Minuten zur “Cabana de Sicaro” hoch – einer einfachen Berghütte mich zwei Räumen. Einem mit integrierter Feuerstelle und einem dreistöckigen Bett und der andere Raum hatte Platz für 16 Leute, aber keine Feuerstelle. Es gab keine Toilette, aber Fließendwasser direkt aus den Bergen an einer Seite der Hütte.

Es waren schon eine Holländische Familie und drei Leute aus Valencia (Susanna, Luis und Paco) in der Hütte. Weil letztgenannte sich schon im Feuerraum breit gemacht hatten, legte ich meine Sachen in dem anderen Raum, wo die Familie war, ab, verbrachte aber den Abend mit den Spaniern. Die empfahlen mir, am nächsten Tag zur anderen Hütte, der “Refugio Jucaro” zu wandern.

Mit Andorra war ich jetzt in allen Zwergstaaten Europas: Vatikan, San Marino, Liechtenstein, Monaco und Andorra.

Tag 5, Andorra

Am Morgen begann ich zur Refugio Jucaro  zu klettern und hate auch vor, den namensgleichen Gipfel zu erklimmen. Leider konnte ich den Pfad nicht finden, obwohl er auf der Karte verzeichnet war und so wählte ich einfach einen der Gipfel und fing an querfeldein und -auf zu kraxeln. Aber da der Untergrund selbst mit meinen guten Wanderstiefeln schwierig war, gab ich auf. Es war einfach zu steil und zu wenig Spalten und Ritzen, um sich Halt zu verschaffen. Und es wäre ja nicht so, dass ich gewisse Risiken nicht eingehen würde. Aber das war einfach zu gefährlich. So kletterte ich wieder herunter und genoss ein Omelett in der Refugio.

Zurück in der Cabana di Sicaro nutzte ich den Sonnenschein und setzte mich erst mit Harry Potter raus auf einen Felsen und lernte dann ein paar Spanische Sätze. Abends ging ich dann in einen eiskalten Bergsee baden, bzw. wohl eher kurz plantschen, genau bevor der Regen anfing. Im folgenden Gewitter kamen auch die drei Spanier zurück.

Sie brachten auch etwas Holz, um ein Feuer im Raum zu entfachen, mit. Das Problem war nur, dass das Holz durch den Regen nass geworden war. Von daher loderte kein gemütlichen Feuer, sonder dicker Qual hüllte den gesamten Raum ein. Wir mussten uns also entscheiden nach draußen zu gehen, frische Luft zu schnappen, aber nass zu werden und vom Blitz getroffen zu werden oder drinnen zu bleiben und an Rauchgasvergiftung zu sterben. Letzten Endes standen wir alle im Türrahmen und schauten und das Gewitter an. In den Bergen ist das wirklich ein einzigartiges Ereignis.

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Tag 4


Tag 5



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Tag 2-3, Bellinzona – Monaco – Perpignan

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Tag 2, Bellinzona-Monaco-Dorf bei Monaco; ~420km, 6 Autos, 3h Wartezeit

T02 Bellinzona-MonacoUm 7Uhr kam die Sonne durch die Berge geschien und weckte mich. Nach einem typischen Tramperfrühstück (Brot mit Nutella und Apfel/Banane und Wasser) ging ich mit einem “Genova” (Genua)-Schild an das Ende der Raststätte. Ein älteres Deutsches Pärchen, das mich am Vorabend schon gesehen hatte, nahm mich den ganzen Weg in die Stadt, weil sie mit der Fähre nach Korsika wollten.

In Genua lief ich ein kleines Stückchen, um zu einer Autobahnauffahrt zu kommen. Dort war schon ein Typ, der mir auch gleich mitteilen musste, dass der Platz schlecht wäre. Er (der Typ) hatte ein großes Schild mit mehreren Zeilen Text. Als er den Platz freigab, probierte ich es und nach wenigen Minuten hielt ein junges Italienisches Pärchen, das in meine Richtung fuhrt. Einige hundert Meter weiter nahmen sie dann auch den anderen Typen mit. Es stellte sich heraus, dass es ein Erasmus-Student war, der super nervig war. Er war anscheinend das erste Mal in seinem Leben per Anhalter unterwegs und konnte mit seinen super-duper Erfahrungen einfach nicht hinter’m Baum halten – er war einfach nicht still.

An der Tankstelle, wo wir rausgelassen wurden, fand er eher als ich eine Mitfahrgelegenheit, weil er weiter Richtung Barcelona wollte, während ich den Umweg über Monaco machen wollte. Die Tankstelle war nicht gerade gut besucht. Ein kleines Auto stand dort, das komplett voll war. Wirklich voll. Nicht “Ich-will-keinen-mitnehmen” voll. Ich fragte den Besitzer, ein junger Italiener, Pietro, und erwartete nicht wirklich, dass er mich mitnehmen würde, was ich durchaus verstanden hätte. Aber zu meiner Überraschung schaffte er es irgendwie noch Platz für mich und meinen Rucksack zu schaffen. Er hatte sogar vor, mich bis nach Monaco zu fahren, hatte aber am Ende dann keine Zeit mehr dafür.

Deshalb musste ich leider, leider in den Porsche Cayenne von einer Russin einsteigen, die für mich anhielt, sowas dummer aber auch….

Sie schien dieses Klischée-Leben einer Monegassischen Frau zu leben: Zusammen mit ihrem reichen Ehemann, die beiden Kinder in ihrer großen Villa betreuen, nicht arbeitend. Sie sagte, Monaco wäre ein sehr schöner Ort zu wohnen, aber soooo teuer. Nunja, wer hätte gedacht, dass Leben in Monaco teuer ist??? Trotzdem war es lustig, von ihr mitgenommen worden zu sein.

Ich lief dann durch Monaco zur Französischen Grenze. Vorbei an Ferraris, Maseratis, Lamborghinis, Bentleys, Läden wie Svarovski, blablabla [irgendwas super exklusives einfügen]. Einige Leute schauten mich schon komisch an, wenn ich  vorbeilief – komplett in meinen Outdoor-/Anhalter-Klamotten und dem Rucksack…..ich gehörte dort wirklich nicht hin.

Hinter der Grenze wurde ich von einem Priester mitgenommen, der Essensspenden einsammelte, um sie dann zwei Tage später zentral in Nizza an Bedürftige zu verteilen. An der Tankstelle in der Stadt, wo er mich rausließ, wartet ich lange, bis jemand anhielt. Der Tankwart war selbst schon per Anhalter unterwegs gewesen, konnte aber meine Hoffnung, an dem Abend noch weiterzukommen, nicht gerade steigern. Dennoch hielt dann ein Auto, weil, wie sich herausstellte, ich die Heimatstadt des Fahrers (Nîmes) auf mein Schild geschrieben hatte. Er sagte, er würde mich zur nächsten Zollstation (péage) bringen. Auf dem Weg dorthin schlug Didier dann vor, ich könne auch bei ihm übernachten und zu Abend essen. Weil es schon 23 Uhr war und dementsprechend duster, war ich einverstanden. Sein Haus war in einem kleinen Dorf von dem aus man einen wunderbaren Blick über das Mittelmeer und Monaco hatte.

Tag 3, Dorf bei Monaco – Perpignan; ~470 km, 5 Autos, >7h Wartezeit

T03 Monaco-PerpignanNach dem Frühstück setzte mich Didier an der Mautstation vor Nizza ab. Diese Erfahrung hätte mich eigentlich lehren sollen, mich nie wieder an Mautstationen absetzen zu lassen: Ich musste ca. 5h warten, da die Autos einfach vorbeifuhren. Als dann mal ein Fahrer auf dem kleinen Parkplatz neben der Fahrbahn anhielt, beeilte ich mich, mit ihm zu sprechen, bevor er weiterfuhr. Er nahm mich dann zum nächsten Rastplatz (aire) mit, der bei Cannes war. Er war nur 10km entfernt, aber um Welten besser, als diese Mautstelle.

Ein LKW-Fahrer nahm mich dann ca. 100km weiter mit und von dort konnte ich mit den Holland-Spanier Joris bis kurz vor Perpignan mitfahren. Er kam gerade aus Nizza, wo er eine Woche im Haus eines superreichen Freundes verbracht hatte. Nun war er auf dem Weg zu seiner Familie, in einem kleinen Dorf bei Barcelona. Es war nett, sich mit ihm zu unterhalten, aber vom Rastplatz, wo er mich absetzte, kam ich diese Nacht nicht mehr weiter.

Um es schlimmer zu machen, wobei mir der Fakt, dass ich nicht weiterkam nicht sonderlich störte, suppte eine Melone meinen Rucksack und die darin befindlichen Sachen voll. Hinzu kam, dass die Melone noch nicht einmal mehr essbar war…

Um 1Uhr morgens legte ich dann meinen Schlafsack auf einen weichen Teppich aus trockenen Tannennadeln, hoffend, dass sich nicht Feuer finden, und schlief zur Freude einiger Insekten bald ein.

Auf Französischen Autobahnen gibt es elektronische Anzeigen, die Fahrern betreffender Autos in Echtzeit Geschwindigkeitsüberschreitungen (Kennzeichen + “trop vite”) mit Kennzeichen mitteilen.

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Tag 2


Tag 3


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Tag 1, Montag, 4.8., Karlsruhe – Liechtenstein – Bellinzona (CH)

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Tag 1, Karlsruhe – Bellinzona via Liechtenstein; ~500km, 6 Autos, ~7h warten

T01 KA-Bellinzona_50kmNun gut, mir ist es unmöglich auf Reisen zu gehen, ohne meine Haribo. Und ich hatte vergessen, sie am Samstag zu kaufen. Deshalb musste ich am Montagmorgen nicht hetzen, da der Supermarkt ja eh erst um 8 Uhr aufmacht.

Voll ausgerüstet konnte es also losgehen. Ich lief zu meiner Standard-Trampstelle. Allerdings schien niemand Richtung Stuttgart zu fahren, was mich stutzig machte, da sonst die meisten Autos da lang fahren.

Wie auch immer, nach 2,5h langen Stunden konnte ich dann ein paar Kilometer bis zur nächsten Raststätte zurücklegen; sie war 30km weg. Dort hielten überwiegend Holländer mit ihren Wohnwägen, die kaum Platz hatten. Es dauerte aber nicht lange und dann nahm mich ein Belgischer Schlagzeuger mit. sein Ziel war eigentlich gar nicht weit von Liechtenstein entfernt, sodass ich bis Österreich mitfahren konnte.

Doch dort, wo ich mich ausstieg, war es eigentlich nicht so gut zum Weiterkommen. Es gab keine Autobahnauffahrt für meine Richtung. Zum Glück war scheinbar in der Nähe gerade eine Messe, sodass wenigstens viele Autos in Richtung Autobahn fuhren und dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass jemand in meine Richtung fuhr auch stieg.

Bald wurde ich dann auch zu einer Tankstelle in der Schweiz mitgenommen, wo mich der erste Typ, den ich ansprach mitnahm. Ich wollte einfach nur über die Grenze und Liechtensteiner Boden unter den Füßen haben, ein Beweisfoto schießen (lassen) und dann weiterfahren. Als ich das dem Fahrer sagte, machte er den kurzen Umweg in das berühmte Liechtenstein.

Mit drei Holländischen Arbeitern kam ich dann nach Chur. Es war mittlerweile schon Abend und es begann zu regnen. Als der Regen stärker wurde, hielt dann ein Alfa Romeo. Die erste Frage des Fahrers war nicht, wo ich denn hin wolle oder ob ich ein Mörder sein. Nein, er wollte wissen, ob ich Hundekot an den Schuhen hätte. Ich wusste erstmal nicht, was ich antworten sollte – mit dieser Frage habe ich wirklich nicht gerechnet. Aber eigentlich war die Frage schon ganz vernünftig.

Dennoch glaube ich, dass jeder Tramper darauf achtet, keine stickenden Substanzen an seinen Schuhsohlen kleben zu haben bzw. diese sofort entfernen würde. Es war eine lustige Fahrt mit dem Schweizer Paar und sie ließen mich an einer großen Raststätte bei Bellinzona raus. Allerdings war es schon fast 23Uhr und ich versuchte nur noch halbherzig, weiter zu kommen.

Letztes Jahr war ich immer hochmotiviert so schnell wie möglich die nächste Fahrt zu erhaschen, sobald ich irgendwo abgesetzt wurde. Aber mit der mir nun eigenen Weisheit und Tramp-Erfahrung, war ich deutlich entspannter. Außerdem war ich ja sowieso zigeunermäßig unterwegs: Ich hätte einfach überall mein Zelt aufschlagen können. Ich musste mir um nix Sorgen machen und konnte eigentlich schlafen, wo ich wollte; natürlich nachdem ich mich vergewissert hatte, dass der Platz einigermaßen blickgeschützt wäre. 

Ein Fluss schlängelte sich in der Nähe der Raststätte entlang und sein Ufer war gesäumt von großen Steinplatten. Auf diesen konnte ich perfekt liegen und breitete meine Matratze und den Schlafsack aus. Es regnete nicht und war warm, sodass ich auf das Zeltaufbauen verzichten konnte.

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Day 31-33, Granada (ES) – Breda (NL) – Insane 2300km hitchhiking

Read it, don’t jump to the pics right away

Day 31-33, Insanity: Granada – Breda I; 2320km, 13 cars, 53h

T31_1 Granada-BredaLet the fun begin. Get up at 7am, starting hitchhiking at 9.30am. I waited maybe 90minutes till I found a truck driver who took me about 100km to Braza. There I found a Moroccan, who was going to Strasbourg and was already happy. BUT I forgot that the Moroccans have every possible space covered, so of course all three passenger seats were already reserved…quel dommage.

But soon I found two Spanish guys who took me another 240km to a service area near Elx (Elche). At this service area I thought to won the jackpot. There was a truck with a Dutch number plat. I had to convince the driver, Jeffrey, to lie down the fear of taking hitchhikers – or at least me as a hitchhiker. He was going directly to Breda. How lucky can you get? But my luck didn’t last long. It disappeared the sooner we came to Valencia. Jeffrey had to load his truck. At first the spot was Barcelona, which was not a problem at all. Then Valencia, and staying overnight there, which was bad. Then Barcelona again, yeah. But then it finally changed to Zaragoza and one day stop there. How I hate that place. Of course I couldn’t join Jeffrey now, because I had to be in Breda on day 33. But my unlucky “streak” continued.

At the gas station where I got out I asked a driver, if he was going to a specific place, I showed him on the map. He agreed. Fine. But I had to realize, that he was going somewhere totally different and when I realized, I was already nearly in Valencia at a gas station where nobody would stop to continue north to Barcelona. Though the stuff said, there has never been a hitchhiker at their place, who had to stay overnight. And just when I wanted to cross the highway to hitchhike back, they found someone who was going to a better spot.

T31_2 Granada-BredaIn my opinion that gas station was not a better spot. I checked the internet for hitchhiking spots and found Sargunt, north of Valencia, a train was going there. The first driver I asked, it was a sweet girl who has never taken a hitchhiker before, drove me to the station. I had to run, because the train (only 3,25EUR) was leaving 5 minutes after we arrived. From Sargunt train station I had to walk another maybe 80 minutes until I arrived at the service area. It was already about 11pm. There I found a Romanian truck driver who went to Barcelona and agreed to take me the 325km. Finally I got some luck. He was on the phone all the time, so I hardly found some sleep.

At 4.30am we arrived there. The service area was sleepy. No cars or trucks were going at this time. So I ate some bread with Nutella and at maybe 6.30am I found an old German couple who, against my prediction, hadn’t have a problem to take me. They were going to Germany via Lyon so the way I wanted to go. There was the hitchhiking luck again! 600km and the man didn’t drive slowly. They played a big part in arriving in time in Breda, thanks for that!

But to be honest the next stages that followed I lost the time I had “saved”. We arrived at an aire before Lyon at noon. Not until six hours later, at 6pm, I could continue. The reason was pure laziness. I just couldn’t run around asking people like in Malaga on my way to Granada. However at 6pm a guy going to Paris took me 150km further near Dijon. After one hour of searching a Czech truck driver, who was even taking some extra driving time for me, drove me another 150km near Langres. There I spent the night. But not sleeping. Nobody drove in my direction. Well a father with a baby son did, but he (not the son) didn’t have the balls to give me a lift. But ok, a little child is a fair reason….though even young mothers with children had already given me lifts.

Anyway after the second night with no sleep and a Dutch driver who said his boss wouldn’t allow hitchhiker, a Belgian truck driver drove me the last kilometres in France and through Luxembourg near Brussels. There it took me at least two hours to find a ride. Just we I started to talk with a British biker and man whom I asked before came back to me and said I could come with him. He was passing Breda.

So I was finally there….only 5km left to the centre and I was exhausted and lazy so I figuratively thumbed a ride for the last time, which I got after 10min. I arrived at Breda station at 2.30pm.

Summary: I hitchhiked more than 2300km in 53h which is an average speed of 43,4km/h – pretty bad. I barely slept, only for minutes and although I sometime tried with a sign, I always got my rides (besides the last one) after talking to people.

But why did I even want to go to Breda? Well the reason is as simple as this: International Redhair Day. I had heard of it before and a friend of mine has been there in 2012 and convinced me to join him this year. Since my hair colour and the date fits well into my journey schedule I agreed. I would have been really sad, if I had managed hitchhiking there in time.

But everything went…more or less smooth. At 4pm I met my friend who was arriving by train. Then we met our Couchsurfing hosts, ate something and went out. But at midnight, I got really tired after 65 hours of not sleeping – I beat the “record” from 2012, when I travelled from Egorievsk (south of Moscow) to St. Petersburg and continued to Petrozavodsk, by one hour.

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Day 25-30, Gibraltar – Granada, Granada

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Day 25, La Linea – Granada I; ~245km, 5 cars, maybe 3,5h waiting time

T25 La Linea-GranadaCovered in ashes I got up and saw that the smoky cloud was now covering the Upper Rock of Gibraltar. I didn’t eat breakfast, but started hitchhiking nearly right away. A guy from Ireland drove me to a service area where I asked to guys who then drove me to a service area at Malaga. There I met a Polish couple, who wanted to hitchhike along the coast but didn’t have any success yet. I asked people for about 90 minutes until I found a Polish guy who drove near Granada. The hitchhikers had decided to stay and go with a Polish truck driver to Paris the next day.

It took two more rides until I finally was in Granada at 4pm. On the way I picked some of the special cactus fruit.

In Granda a friend of mine, E., whom I know since kindergarten studied for 2 years now. I waited for her at Plaza Nueva with some ice cream. She picked me up some minutes later and took me to her apartment which terrace had a stunning view of Alhambra, the famous fortress.

Together with her friend Borja and their two dogs Lanu and Umbra we went to a small stream to chill. In the evening her French roommate made crêpes with different tastes, very delicious, for us and some of his friends.

I chose the terrace as sleeping berth, because it didn’t get colder than 22°C at night and the view of Alhambra was just too nice.

Day 26, Granada II

We were invited for dinner by two friends of E. and I was shown the town for a bit. In the late afternoon till evening we went across the Alhambra are a bit and rented a car for the next day to go to the beach.

So I enjoyed the cliché day of Spanish lifestyle, siesta, relaxing, taking things easy (and slow).

Day 27, Granda III, beach near Motril; 80km, 1 car, no waiting time

At noon we went to the airport to get the car – a Volkswagen Polo. I was the one who should drive to the beach. We were 5 persons and three dogs – if that was legal, I don’t know, but it was quite an experience.

It was a bit difficult to find the beach but we managed. I just went swimming for some minutes and then searched for shelter from the sun.
E. and her friends intended to stay overnight, but I wanted to return the same day. So when the first people started to go at 7pm I just approached two of them asking if they were going to Granada and if so, whether I could go with them. And well, yes and yes. So E. needn’t drive me to a bus station where a bus would have left a time none of us knew and I saved the money of the ticket.

So I before I returned home, I stopped by at a supermarket and then had a relaxing evening on the terrace.

But this day really made me thoughtful. At home I would have never ever asked strangers that are about to leave a beach if I could go to town with them. I guess it’s mainly because I can hide behind the English language and “just being a stupid” tourist/traveller when I’m abroad.

Day 28 (Sunday), Granada IV

I slept till the heat of the sun woke me up. That was at about 11am. After a fruity breakfast I started a walk around the area. There are little mountains, since Sierra Nevada is not far away. Caves can be found in some of these hills in which people are living. You can see chairs in front of even wooden entry doors, washing lines with clothes on it. These caves are no temporary “apartments”. Since I thought E. and her friends would return late in the evening I arranged a meeting with some guys from the crêpe-event.

The bar we went to served ridiculous sized beer. It was more of a beer shot than a glass of beer. I wanted to go on quickly, that was depressing. On the way to the next bar, we saw some Serbian basketball fans partying. We went into the bar that served Tapas as well and ordered some beer. Among the guys was a Polish girl, A., and because the other guys were kind of afraid of the Serbs we both decided to join them alone. They were already in a good mood and invited us for some more beer. I was soon called Albert Speer or Albert….that’s how a part of Serbs are. When they started to fight each other, because one of the Serbs was given a shirt from the opponent, we left for another location and at 4am I went home.

Day 29, Granada V

I visited the famous Alhambra fortress, but since I’ve already been to Iran, honestly I didn’t find it that interesting.

Since I wanted to hitchhike directly to the Netherlands the next day, I bought food and nice falafel. But there was something inside, that made my stomach revolt again.

It is strange; after all these journeys, where I honestly didn’t pay much attention to what I ate or what I drank – sometimes I drank water from the tap although most people didn’t recommended it – never had any health problems. And now, in Europe, I have problems two times in a two weeks.

Day 30, Granada VI

That’s why I had to stay in Granada. Fortunately E. was OK with it, because I couldn’t have done extreme hitchhiking in that shape since it’s a 2300km trip to Breda.

So we cleaned the apartment, ate some ice cream and looked how I could get to my hitchhiking start spot. In the afternoon two funny friends of a friend of E. arrived and we had a nice chat altogether. But I didn’t join them going out, I had to be fit for the 2300km-nonstop-hitchhiking.

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Photos of the inside of Alhambra
Day 25


Day 26-30, Granada


Inside Alhambra

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