Tag 17-19, Lissabon/Lisboa

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Tag 17, Lissabon II

Als ich aufwachte, war ich wenigstens wieder mental einigermaßen fit. Meine Stimmung stieg auch rasant, als ich meine E-Mails abrief und sah, das ich eine Zusage von O. in meinem Postfach hatte. Wir telefonierten kurz und verabredeten uns für den Abend, da sie noch arbeiten musste. Ich schloss meinen Rucksack in ein Schließfach am Hauptbahnhof und streifte wieder ein bisschen durch die Stadt. Aber da ich mich noch nicht ganz erholt hatte, legte ich mich auf eine Wieso in der Nähe des Cais do Sodre und dem Rio Tejo. Abends trafen ich mich dann mit O., aß einen Happen und ging früh schlafen.

Tag 18, Lissabon III

Hmmm, ich war jetzt schon zwei Tage in Lissabon, aber habe nicht wirklich irgendetwas gemacht. Auf der anderen Seite hatte ich auch keine Pläne, aber die Situation hat sich schon komisch angefühlt.

O. lieh mir ihr Fahrrad und so fuhr ich zu einigen Aussichtspunkten, dem EXPO 1998 Gelände im Osten und Belem im Westen.

Es scheint typisch für Lissabon zu sein, dass einen einfach so zwielichtige Leute ansprechen, um einem “Haschisch? Kokain?” anzudrehen. Diese schrecken noch nicht einmal davor zurück, vor ein fahrendes Rad zu springen.

Am Abend suchte ich dann ein Restaurant, welches Schnecken (caracois) im Angebot hatte. Die Schnecken wurden mir von dem Typen empfohlen, der mich zum Mittag eingeladen hatte. In einem Restaurant sagten sie mir, dass die Schnecken eher als kleine Zwischenmahlzeit um die Mittagszeit offeriert wird. Also aß ich Dorsch, der auch lecker war.

Tag 19, Lissabon IV

Ein weiterer Tag in Lissabon. Dieses Mal hatte ich kein Fahrrad, also machte ich eine Straßenbahnfahrt mit der berühmten Touristenlinie 28. Die Tickets für diese Straßenbahn sind teurer als die der anderen Linien. Ich fuhr an einem schicken Graffiti vorbei, war aber zu langsam, ein Foto zu schießen. Also ging ich, nachdem wir die Endstation erreicht hatten, zurück und suchte 45 Minuten danach. Auf dem Weg dahin, gab es aber noch schöne andere Motive.

Mittags besuchte ich O. in der Bar, in der sie arbeitete. Dann ließ ich mir in dem Restaurant nebenan endlich die Schnecken servieren. Ich zahlte 7,50€ und bekam eine ziemlich große Box mit Schnecken, in Knoblauchsauce eingelegt. Das war auf jeden Fall mehr als genug für drei oder vier Personen. Ich konnte jedenfalls nicht alle auf einmal essen. Obwohl ich zugeben muss, dass es schon echt gut geschmeckt hat. Daher schlug ich O. auch vor, ein Schnecken-Omelette zum Abendbrot zu zubereiten. Skeptisch akzeptierte sie die Idee, denn sie hatte noch nie Schnecken gegessen.

Doch vorher ging ich noch in den Botanischen Garten, der einen sofort vom Rest der Stadt abschneidet. Ohne den Lärm, wirkte es wie in einer anderen Welt, allerdings etwas kleinen Welt. Vor der Heimkehr traf ich mich noch mit O. am Marquês de Pombal, dem zentralen Kreisverkehr von Lissabon. Sie musste noch einige Dinge erledigen und zeigte mir auf dem Weg dorthin noch ein paar weitere kritische Graffiti bevor ich dann mit ihrem Fahrrad zu ihrer Wohnung fuhr und noch etwas für das besondere Abendbrot einkaufte.

Ich kann euch sagen, es ist harte Arbeit, Schnecken aus ihren Häusern zu “befreien”; außerdem dauert es lange. Respekt an die Krebspeller aus Marokko. Aber die Arbeit war es wert: Was für ein Abendschmaus! Ich machte wie gesagt ein Omelette mit Schnecken mit Tomaten und Zucchini sowie einen Salat und  O. machte zwei Arten von Hummus und Avocadocreme….vorzüglich.

Es war dann auch meine letzte Nacht in Lissabon. Eine sehr interessante Stadt (auch ohne in Museen oder Clubs gewesen zu sein). Wenn Du Berlin magst, dann ist auch Lissabon einen Besuch wert. Es ist kleiner und hügeliger als Berlin, aber hat denselben Charme. Und falls Du Berlin nicht magst, tust Du es vielleicht nach einem Lissabon-Besuch.

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Day 17-19, Lisbon/Lisboa

To the photos

Day 17, Lisbon II

At least I woke up and was clear in my mind. My mood instantly increased when I saw that I received a positive reply from Couchsurfing. We called and agreed on meeting in the evening. I left my backpack in a locker at the railway station and strolled around town a bit. But since I was not fully recovered I lay down in a park near Cais do Sodre and Rio Tejo. In the evening I met with O. ate some food and went to bed early.

Day 18, Lisbon III

Ok, I spent two days in Lisbon now, but didn’t do anything. I haven’t had any plans though, but it felt kind of wrong.

O. let me use her bicycle, so I rode to some view points, the EXPO 1998 area in the east and Belem in the west.
It seems typical in Lisbon that people approach you to offer “Hashish? Cocain?”. They don’t even bother running in front of you bike while you are riding.

In the end I searched for a restaurant that would serve snails (caracois) which were recommended to me. In one restaurant I was told they are served as a snack at noon. So I ate codfish instead which was really nice.

Day 19, Lisbon IV

Another day in Lisbon. This time I had to get around without bike. So at first I made a tour with the famous tram 28 which charges more than other trams because it’s the typical tourist line. I passed a wall with a nice graffiti, but was to slow to catch it on photo. So I searched for about 45 minutes till I found it. On the way I had the chance of other great pictures.

At noon I visited O. at her working place – a bar. Then I ordered the snail in the place next door. I paid 7,50€ and got a huge box of snails; more than a snack for one or even three persons. However I couldn’t finish all of them at once. Though I have to admit there were delicious. Hence I told O. I’d prepare a snail omelette in the evening. She sceptically agreed.

Before I went to the Botanical garden, that suddenly cuts you off from the rest of the city. Without the city’s noise it was like being in a different world, but a rather small world. After returning I met with O. at Marquês de Pombal, the central round-about of Lisbon. She had to arrange some things, showed me some interesting graffiti on the way before I took her bike to ride home and buy some food for the special dinner.

I can tell you, it is hard work to peel all the snail out of their house plus you need much time. But it was totally worth it. It was quite a dinner: I prepared tomatoes, zucchini and mixed them with eggs and the snails to create the snail omelette and a salad whereas O. made two kinds of humus and avocado crème…..exquisite.

It was also my last night in Lisbon. It is such a nice city. When you like Berlin, you definitely have to visit Lisbon – a smaller, hillier Berlin. And if you don’t like Berlin, maybe you start after having visited Lisbon.

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