Tag 11-13, Ézaro – Cée – Finisterra – Cangas – Ponteareas

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Tag 11, Ézaro – Cée über Fisterra; 45km, 1 Auto

T11 Ezaro-CeeNachdem ich genug geschlafen hatte, führte mich ein Fischer zu Touristeninformation, wo ich ein Infos über den Monte Pindo einholte. Nachdem ich der nette Dame, die dort arbeite, mehrmals versichert hatte, dass ich auf jeden Fall vor Schließung (es waren noch 7 Stunden hin) wiederkommen würde, konnte ich auch meinen Rucksack dort lassen.

Die Berglandschaft war von einem Waldbrand ein paar Monate zuvor geprägt. Deshalb standen überall pechschwarze Bäume zwischen Steinen herum. Vom Gipfel hatte man einen weiten Blick über die Strände und sogar bis Fisterra (span. Finisterra, zu deutsch: Das Ende der Welt).

Zwei Stunden bevor die Touristeninfo dann schloss, kam ich dort an und konnte Fisterra mit einem Spanisch-Französischen Pärchen besuchen. In früheren Zeiten war Finisterra das Ende der bekannten Welt. Jetzt ist es das offizielle Ende des Jakobsweges und es scheint Brauch zu sein, ein Kleidungsstück, das einen die Reise begleitet hat, zu verbrennen. Daher sind dort viele kleine Feuer zu erkennen und es riecht ab und zu sehr streng nach verbrannten Turnschuhen oder T-Shirts.

Weil es Donnerstag war und damit der erste Tag des Festivals in Cée. Das Paar fuhr mich an den Rand des Ortes und ich baute mein Zelt neben einer Kirche. Allerdings erst nachdem ich mich durch zweimaliges Fragen vergewissert hatte, dass keiner der unmittelbaren Anwohner gestört würde. Leider war das Festival alles andere als traditionell sondern ein kommerzieller Rummel. Aber wenigstens waren meine Sachen noch alle da und nichts gestohlen, was ich schon befürchtet hatte. Das ist immer der Nachteil, wenn man alleine reist.

Tag 12, Cée – Cangas; ~160km, 6 Autos

T12 Ezaro-CangasEs war Freitag und mein Plan war, das Wochenende im Gêres Nationalpark in Portugal zu verbringen. Nach zwei Mitfahrten, musste ich einen kleinen Ort durchqueren und machte Halt, um zwei super leckere Eiskugeln zu kaufen – weiße Schokolade und Pistazie.

Spät am Tag feierte ich dann mit drei Spanierinnen, aber vorher trampte ich noch mit fünf weiteren Autos. Dann hielten Matilda, Moira and Icía. Sie waren auf einem Wochenendtrip, um am Strand zu entspannen und zu feiern. Während wir fuhren, entspannten sich Matlida und Moira, die am Steuer saß, schon fleißig mit einem Joint nach dem anderen.

Zuerst fuhren wir an den Strand und danach an einen Ort an der Steilküste, der wohl berühmt für seine Sonnenuntergänge ist. Dann ging es weiter zu einer Tintenfisch-Party in Cangas. Weil die Preise der Feier aber ziemlich hoch waren, fragten die Mädels einfach ein paar Polizisten, wo man stattdessen gut essen gehen könne.

In der Bar bestellte sie dann verschiedene Gerichte, damit ich ein bisschen Vielfalt hatte. Und es war wirklich vorzüglich. Leider habe ich kein Foto von dem Essen gemacht: Quiche mit Seefrüchten, eine Art Seegurke, die irgendetwas mit “Padros” heißt und bei denen man nicht weiß, ob sie scharf oder nicht sind und spezielle Klöße mit Speckfüllung.

Es war wirklich gut und machte mich fast bis zum Nachmittag des nächsten Tages satt und das will schon etwas heißen. Bevor wir zurückfuhren, gingen wir noch in eine andere Bar und bestellten Liquor-café, der wirklich ist, was der Name beschreibt und ist sehr süffig.

Um 4.30 bauten wir dann unsere Zelte in der Nähe des Strandes auf, wo wir am Mittag waren. Obwohl ein Schild verbot, mit dem Hinweis auf Strafzahlungen in Höhe von 600 Euro.

Tag 13, Cangas – Ponteareas; 55km

T13 Cangas-PonteareasWir verbrauchen einen ruhigen Tag am Strand und mit Icía machte ich eine kleine Tour um die Küstenlinie. Ich war mir sicher, dass ich keine Schuhe bräuchte, aber das war eine dumme und schmerzhafte Eingebung.

Nachdem meine Füße wieder einigermaßen erholt waren, war es an der Zeit ein kleines Festival zu besuchen. Es war nicht leicht zu finden, aber wir kamen nach vielen Umwegen an. Dann aßen wir erstmal ein bisschen was und gingen gegen Mitternacht los.

“Festival” beschreibt die Veranstaltung vielleicht nicht richtig. Ungefähr 30 Leute waren da und zum Glück wurde keine elektronische Musik gespielt. Es war draußen auf einer Art Parkplatz mit Zugang zu einem kleinen Fluss. In der Mitte stand der DJ, umgeben von Lautsprechern. Wir tanzten bis in den frühen Morgen, bis die Musik ausgeschaltet wurde. Weil aber noch ein paar Stücken Kuchen und Bier übrig war, bekamen wir etwas – 3 Stücken Kuchen und zwei Liter des wohlschmeckenden, und meiner Meinung nach einzig wahren in Spanien, Bieres: Estrella Galicia (Stern aus Galizien). Um 6Uhr kehrten wir dann zu unseren Zelten zurück.

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Day 12-13

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Tag 9-10, Tapia – As Catedrais – Ézaro

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Tag 9, Tapia – Ribadeo / As Catedrais; 21 km, 1 Auto

Ich beeilte mich nicht mir dem Aufstehen und beschloss nach Ribadeo zu laufen. Der Weg war Teil des Jakobweges (Camino Santiago), daher kann ich behaupten, dass ich diesen für ca. 15km gepilgert bin. Aber vorher ging ich noch in die Pilgerherbege, um mich zu duschen, was ein klasse Gefühl nach einigen Tagen ohne war.

Als ich dann in Ribadeo ankam, musste ich leider feststellen, dass die Küstenformation “As Catedrais” weitere 6km entfernt war. Ich war zu faul nochmals zu laufen, was bestimmt 90 Minuten gedauert hätte. Außerdem war es mit einem 24kg Rucksack kein wirkliches Vergnügen. Ich wurde auf meinem Weg ein paar Male gefragt, ob er nicht zu schwer für den Camino sei. Ich sagte nein, denn im Prinzip legte ich ja mehr als als dieses Stück des Jakobweges zurück – nur eben per Anhalter und nicht zu Fuß.

Ich fand jemanden, der mich in die Nähe der As Catedrais brachte. Dort lud ich erst einmal meine Kamera und mein Handy in einem Restaurant auf. Nach vier Tagen ohne Elektrizität, waren beide Akkus fast leer und besonders die Kamera war extrem wichtig.

Ich baute mein Zelt auf einem leeren Parkplatz auf. Die As Catedrais ist nur während Ebbe begehbar – also zweimal am Tag. Als ich ankam, wäre es am nächsten Tag gegen 13Uhr gewesen und diese Nacht um ca. 23.50Uhr. Die Chance, nachts dort herumzulaufen, wollte ich unbedingt wahrnehmen und las bis ca. 23Uhr.

Es war wirklich atemberaubend. Ungefähr 15 weitere Leute waren unterwegs zwischen den Klippen und nach 30 Minuten, kam sogar ein praller Mond zwischen den Wolken hervor, was die Stimmung noch magischer machte.

Tag 10, As Catedrais – Ézaro; ~250km, 6 Autos, 7h Reisezeit

In der Nacht hatte es geregnet. Es war erst das zweite Mal seit dem Beginn meiner Sommerreise 2011, dass mich Regen ein bisschen einschränkte. Weil ich noch einmal bei Tag zu den As Catedrais gehen wollte, wartete ich einfach und hatte keine Eile, aus dem Zelt zu kommen. Andere waren ungeduldiger: Als ich um 10Uhr dann aus dem Zelt kroch, war der Parkplatz schon rappelvoll. Aber komplett zugeparkt? Nein, ein kleiner Deutscher Tramper leistete noch Widerstand gegen die Übermacht der wartenden Autos. Aber er konnte nicht lange standhalten und die wartenden Fahrer wurden sehr nervös, als sie mitbekamen, dass ein neuer Platz freiwerden würde.

Dieses Mal war die Küste alles andere als leer. Hunderte Menschen wimmelten umher und ich machte mich daher schnell wieder auf, weiter zu kommen. Als ich fast eine Stunde gewartet hatte und schon eine kleine Pause einlegen wollte, hielt ein Auto mit vier Italienerinnen. Ich quetschte mich mit einem Rucksack auf den Rücksitz. Sie sagten, sie seien erst an mir vorbeigefahren, hätten dann aber noch einmal extra gewendet.

Kurz vor A Coruña wurde ich dann rausgelassen, war aber ein bisschen verloren. Ich lief für eine Stunde eher planlos herum, bis ich endlich raus hatte, wie ich weiterkommen könnte. Mit Hilfe eines netten Galizianers wurde ich zur richtigen Autobahnauffahrt gebracht. Über die Autobahn kam ich dann mit einer weiteren Fahrt auf das lokale Straßennetz der Todesküste (Costa del Morte).

In Arteixo wurde ich von einem Fensterbauer mitgenommen. Seine Ausrede, nicht Englisch sprechen zu können, war die beste, die ich hörte. Meistens sagten die Leute einfach, die Lehrer wären zu schlecht gewesen und konnten kein Wissen vermitteln. Er sagte jedoch, seine Lehrerin sei zu hübsch gewesen und er hätte sich (während sechs Jahren Englischunterrichts?!, Anm.d.A.) nicht darauf konzentrieren können, was sie erzählte.

Er empfahl mir, nach Ézaro anstatt nach Muxia zu fahren, wenn ich wandern wollte. Ich nahm seinen Rat an und änderte mein Schild.

Von der Tankstelle wo er mich absetzte, wurde ich in ein 10km entferntes Dorf gefahren. Es war mittlerweile kurz vor Mitternacht und 10 Minuten bevor eine selbstgesetzte Frist zum Schlafplatzfinden ablief, hielt noch eine Familie und fuhr mich bis nach Ézaro. Der Sohn erzählte mir, dass am nächsten Tag am Abend ein Volksfest in Cée (ein Nachbarort) stattfinden sollte.

Sie ließen mich an einem Strand raus, an dem ich ihnen zufolge unbehelligt zelten könne.

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Day 11-13, Ézaro – Cée – Finisterra – Cangas – Ponteareas

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Day 11, Ézaro – Cée via Fisterra; 45km, 1 car

T11 Ezaro-CeeAfter having gained enough sleep I was guided by a local fisherman to the tourist information to get some hints about Monte Pindo where I intended to hike. After I assured the lady behind the desk multiple times, that I will return before she closes (sooner than 7 hours from that time), I could leave my backpack there.

The mountain area was affected by a huge fire a couple of months before, so dead black trees rose between the stones everywhere. On the peak the view of the beaches was nice and it was possible to see even Fisterra (Finisterra – The end of the world).

Two hours before the information desks closed I arrived and could visit Fisterra together with a Spanish-French couple. In ancient time Fisterra was believed to be the end/westernmost point of the known world (Europe and Asia). It was the official final destination of the Camino de Santiago as well and it seemed common to burn a part of clothes, which resulted in many small fires and a strange smell of burnt shoes and T-Shirts.
Because it was Thursday I wanted to check out the festival in Cée. The couple drove me there, I pitched my tent next to a church after I reassured two times, that nobody would care. Unfortunately it was not a traditional festival but only a commercial whoopee. At least when I came back, neither of my things was stolen, which I was a little afraid of. That is one negative fact when travelling alone.

Day 12, Cée – Cangas; ~160km, 6 cars

T12 Ezaro-CangasIt was Friday and I intended to stay the week-end in the Portuguese national park of Gêres. After two rides, I had to walk through a small town and ate two super delicious balls of ice – white chocolate and pistachio.

Later that day I ended up partying with 3 Spanish girls, but before hitched with 5 different cars, went too far and had to hitchhike back. Then Matilda, Moira and Icía stopped. They were on a week-end trip to relax at the beach and do some partying. While we drove Matilda and Moira, who was driving, were already preparing for relaxation smoking one joint after another. First we drove to a beach and to a spot which seemed to be famous for its sunsets. Then we drove to an octopus party in Cangas. Due to the high prices at the party, the girls asked some police men where to go instead. There they ordered multiple different meals: pizza-like pieces with seafood, cucumber called “Padros” (if I’m not mistaken) that can be very spicy or not – it was lottery and dumplings.

It was very delicious and made me full until next after-noon. Before we returned, we went to a bar and ordered Liquor-café, which is what the name describes and very tasty.

We pitched our tents near the beach we’ve been early that (or the previous) day although according to a sign it was forbidden and could be fined with 600 EUR. Anyway at 4.30am it was time to close the eyes.

Day 13, Cangas – Ponteareas; 55km

T13 Cangas-PonteareasWe spent a calm day at the beach and I did a little hiking tour with Icía around the coast. I was sure I wouldn’t need any shoes, but it was a very bad, stupid and painful idea. After my feet were kind of painfree again it was also time to visit a small festival. We made many detours before we arrived there. Then we ate some can food and joined the festival at midnight.

Around 30 people were attending the “festival”, where fortunately no electronic music was played. The place was outdoors. It was basically kind of a parking lot with access to a small river. In the middle were the speakers and the DJ. We danced till the early morning respectively when the music was shut down. But because there was still some cakes and beer left, we were given two litres of the delicious – and in my opinion only real beer in whole Spain – Estrella Galicia (Star of Galicia). At 6am we returned to our tents.

 

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Day 9-10, Tapia – As Catedrais – Ézaro

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Day 9, Tapia – Ribadeo / As Catedrais; 21 km, 1 car

I didn’t hurry to get up and decided to walk to Ribadeo. The way was part of the “Camino de Santiago”, so I can say that I pilgrimaged the Camino – for 15 kilometres. But before, I entered a pilgrim hostel to take a shower that was like a reborn after a couple of days without.

Unfortunately when I arrived in Ribadeo, I found out that the As Catedrais, which are some coast formation recommended by Susanna from Andorra, are some more 6 kilometres away. I was too lazy to walk for another at least 1.5 hours. In addition with an about 24kg heavy backpack it wasn’t an amusing journey. I was often asked if it’s not too heavy. In fact I went part of the Camino, but not on foot, but with hitchhiking.

So I hitched a ride near the As Caterais, charged my mobile phone and camera batteries at a restaurant. After 4 days without electricity both were nearly dying and especially the camera batteries were essential for me.

I pitched my tent at an empty parking lot. The formation As Catedrais was only accessible during low tide –so two times a day. When I arrived it was the next day at about noon and that night at 11.50 pm. So I spent some time reading at started to go at 11 pm.

It was just breathtaking and magical. There were about 15 people walking along the cliffs and the cloudy sky revealed a nearly full moon after some 30 minutes.

Day 10, As Catedrais – Ézaro; ~250km, 6 cars, 7h travelling

At night it had rained which affected me for the first time this journey and only second time during my journeys from 2011 on. Because I wanted to visit the Catedrais during daylight again, I had no rush getting up. But others had: At 10 am. I got out of my tent to see the parking lot completely full. Completely? No, a little German hitchhiker blocked space for one car. But he couldn’t resist the numerous cars which drivers became very nervous when they finally saw the opportunity of a parking area.

This time, the area was full of people so I soon started to get further. I waited nearly an hour and was about to take a break, when a car with four Italian ladies stopped. I squeezed myself in the back row and the backpack on our legs. They told me, they especially had turned at the next exit to pick me up.

Shortly before A Coruña I got out, but was a bit lost there. I walked around for an hour till I figured out a possible route to my destination. With the help of a nice Galician guy I got to the right way to – at that time Muxia. Via the highway I got on the local roads of the Costa del Morte region.

At Arteixo I was taken by a guy who built windows. His excuse of not knowing English was by far the best that I had heard since. Mostly people said, it was because of the bad teachers. He instead said it was because his teacher was so pretty he could only look at her and couldn’t concentrate on what she was talking – for six years of school… He recommended going to Ézaro instead of Muxia if I wanted to do some hiking. So I just changed my destination.

From the gas station where he left me, I caught a ride some 10 kilometres further. It was some village and nearly midnight and again 10 minutes were left to the deadline, when I wanted to find a sleeping spot, when a family stopped and took me all the way to Ézaro. The son told me of a music festival from Thursday to Sunday in Cée that was nearby.

They left me at a beach where according to them I could pitch my tent without any trouble and it was true.

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Day 9


Day 10

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